Europa

Österreich: Tschetschene nach Mord an Blogger zu lebenslanger Haft verurteilt

Das Landesgericht Korneuburg hat den Tschetschenen Sarali Achtajew wegen Mordes am Blogger Mamichan Umarow zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Opfer hatte Videos veröffentlicht, in denen es den Präsidenten der russischen Teilrepublik Tschetschenien Ramsan Kadyrow scharf kritisierte.
Österreich: Tschetschene nach Mord an Blogger zu lebenslanger Haft verurteiltQuelle: www.globallookpress.com © Michael Indra/imago-images.de

Der Angeklagte Sarali Achtajew wurde vom Landesgericht Korneuburg wegen des Mordes an dem tschetschenischen Videoblogger Mamichan Umarow zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der 48-Jährige bekannte sich nicht schuldig und erklärte, der wirkliche Täter sei geflohen.

Umarow lebte seit dem Jahr 2007 als Geflüchteter unter dem Namen Martin Beck in Österreich. Unter dem Spitznamen "Ansor aus Wien" veröffentlichte der 43-Jährige zahlreiche Videos auf YouTube, in denen er scharfe Kritik am Präsidenten der russischen Teilrepublik Tschetschenien Ramsan Kadyrow übte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielt das Opfer wegen seiner Tätigkeit Morddrohungen. Die Polizei soll ihm Personenschutz angeboten haben, Umarow lehnte dies aber ab. Er war darüber hinaus über Jahre hinweg Informant für das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Wien.

Achtajew beschäftigte sich laut Staatsanwaltschaft mit Waffenhandel und war in tschetschenischen Kreisen in Österreich aufgrunddessen bekannt. Umarow soll sich am 4. Juli 2020 mit Achtajew getroffen haben, um ein Auto gegen eine Glock-Pistole zu tauschen. Auf dem Parkgelände soll der Beklagte Umarow erschossen haben. Achtajew wurde noch am selben Tag festgenommen, an seinem linken Schuh wurde das Blut des Opfers entdeckt.

Im Schlussvortrag sagte der Staatsanwalt, es sei im Verfahren nicht geklärt worden, ob ein Waffenhandel mit einem Streit geendet habe oder der Mord doch politisch motiviert gewesen sei.

Zwei Wochen nach dem Mord sollen Verwandte von Umarow die Verantwortung für seine Tötung übernommen haben. In einem Video gestanden einige Männer, die angeblich Familienangehörige des Bloggers sind, sie hätten Umarow "gestoppt", weil sie es tun mussten. Sie hatten angeblich versucht, Einfluss auf den Oppositionellen zu nehmen.

Die Witwe des Opfers zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. Sie habe befürchtet, dass der Angeklagte mit einer 10- bis 20-jährigen Haftstrafe davonkommen könnte. Sie äußerte die Hoffnung, dass Achtajew keinen Erfolg mit der Berufung haben werde.

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