Europa

Tschechien: Tote und Verletzte nach Zugkollision – Zug aus München auch betroffen

Bei einem schweren Zugunglück zwischen zwei Personenzügen sind in Tschechien an der Grenze zu Deutschland Dutzende Personen verletzt worden. Es gibt erste Berichte über Todesopfer. Das Unglück ereignete sich bei Domažlice (Taus). Einer der Züge soll aus Deutschland gekommen sein.
Tschechien: Tote und Verletzte nach Zugkollision – Zug aus München auch betroffenQuelle: www.globallookpress.com © Stefano Guidi/ZUMAPRESS.com

In der Nähe der bayerischen Grenze ist es am Mittwochmorgen gegen acht Uhr zu einer Kollision zwischen zwei Personenzügen gekommen. Ersten Berichten zufolge gibt es Dutzende Verletzte und auch erste Todesopfer. Lokale Medien berichteten von bis zu 50 Verletzten und mindestens drei Toten. Mindestens zehn der Verletzten sollen Deutsche sein.

Die tschechische Polizei bestätigte via Twitter zunächst zwei Todesopfer: 

"Leider haben wir zum jetzigen Zeitpunkt die Bestätigung, dass zwei Menschen am Ort des Eisenbahnunfalls ihr Leben verloren haben."

Sieben der Verletzten seien in einem kritischen Zustand.

Das Unglück ereignete sich laut Polizeiangaben bei Domažlice (Taus) im Südwesten Tschechiens. Das Gebiet grenzt an Bayern. 

Bei den betroffenen Zügen soll es sich um einen aus München kommenden Expresszug der tschechischen Bahn, der unterwegs nach Pilsen war, handeln, der mit einem Nahverkehrszug kollidierte. Über die betroffenen Züge lagen zunächst widersprüchliche Berichte vor. Der Expresszug aus Deutschland habe ersten Informationen zufolge ein Haltesignal überfahren. Danach sei er mit einem sogenannten RegioShark, einem Nahverkehrszug, zusammengestoßen. Dieser Zug fuhr auf der Strecke Pilsen-Domažlice.

Der tschechische Verkehrsminister Karel Havlíček schrieb auf Twitter:

"Die Situation ist ernst, ich bin auf dem Weg zum Unglücksort."

Die tschechischen Behörden schickten Dutzende Rettungskräfte sowie drei Rettungshubschrauber und weitere Krankenwagen an den Unfallsort. Insgesamt seien laut einem Feuerwehrsprecher elf Rettungsteams im Einsatz. Medienberichten zufolge forderten die tschechischen Behörden auch einen Helikopter aus Regensburg an.

Die Bahnstrecke wurde gesperrt.

In Tschechien kommt es aufgrund der veralteten Technik häufiger zu Zugunfällen. Vor etwa einem Jahr war es bereits im Grenzgebiet zu Deutschland am Erzgebirge zu einer Frontalkollision zwischen zwei Zügen gekommen, bei der zwei Menschen starben, darunter auch ein deutscher Staatsbürger.

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