Europa

Malta: Erstes EU-Land schließt seine Grenzen für Ungeimpfte

Nach einem Anstieg der positiven Corona-Laborbestätigungen verschärft Malta seine Einreiseregeln. Ab dem 14. Juli dürfen nur noch geimpfte Reisende den EU-Staat besuchen. Kinder brauchen einen negativen PCR-Test. Auch maltesische Bürger ohne Impfausweis dürfen nicht ins Ausland reisen.

Als erstes Land in der EU macht Malta eine Impfung gegen das Coronavirus zur Voraussetzung für die Einreise ins Land. Die von Gesundheitsminister Chris Fearne angekündigte Verschärfung der Corona-Auflagen tritt am Mittwoch, dem 14. Juli, in Kraft. Demnach müssen Einreisende einen Impfnachweis vorzeigen. Kinder, die in Begleitung ihrer Eltern unterwegs sind, brauchen einen negativen PCR-Test. Unbegleitete Kinder dürfen vorerst nicht ins Land. Da der jüngste SARS-CoV-2-Ausbruch im Inselstaat mit ausländischen Studenten, die dort Englisch lernen, in Verbindung gesetzt wird, will die maltesische Regierung auch die Sprachschulen vorerst dichtmachen.

Die Verschärfung der Einreiseregeln betrifft auch maltesische Bürger. Ungeimpfte Insulaner dürfen ohne Genehmigung nicht ins Ausland reisen. Heimkehrer sollen die einheimischen Gesundheitsbehörden über ihre Rückkehr im Voraus in Kenntnis setzen und dann eine Zeitlang in Quarantäne sitzen.

Malta akzeptiert derzeit das digitale EU-Impfzertifikat und den Corona-Pass des britischen staatlichen Gesundheitssystems NHS sowie den maltesischen Corona-Impfnachweis für die Einreise. Bislang haben die Behörden nur von Urlaubern aus Großbritannien ein Impfzertifikat gefordert. EU-Bürger durften dagegen lediglich einen negativen PCR-Test vorlegen.

Malta weist die höchste EU-weite Immunisierungsrate auf. Im Land sind mehr als 346.000 Bürger oder 79 Prozent der erwachsenen Bevölkerung gegen die Krankheit COVID-19 vollgeimpft. Rund 84 Prozent der Erwachsenen haben eine Erstimpfung erhalten. Am 9. Juli haben die Behörden 96 Corona-Fälle gegenüber 55 am Vortag gemeldet. Krankenhauseinweisungen bleiben jedoch bislang selten.

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