Europa

Ungeimpfte Polizei in GB fühlt sich im Vorfeld des G-7-Gipfels von Regierung verraten

Tausende von ungeimpften Polizeibeamten aus Großbritannien werden sich in Cornwall zum G-7-Gipfel versammeln. Jeder von ihnen ist dem Gesundheitsrisiko ausgesetzt, da Polizisten keine Priorität bei der Impfkampagne haben. Dies löst Unmut gegenüber der Regierung aus.
Ungeimpfte Polizei in GB fühlt sich im Vorfeld des G-7-Gipfels von Regierung verratenQuelle: Reuters

In Großbritannien wurden Bedenken hinsichtlich Tausender ungeimpfter Polizisten geäußert, da diese auf dem G-7-Gipfel dienen werden. Sie könnten möglicherweise die indische COVID-19-Variante verbreiten. Die Beamten fühlten sich wegen der Entscheidung der Regierung, die Polizei für COVID-19-Impfstoffe nicht zu priorisieren, "verraten". Das sagte der Vorsitzende des Polizeiverbandes von England und Wales, John Apter, dem Innenminister am Mittwoch. Apter sprach auf der Jahreskonferenz des Verbandes:

"Erst diese Woche kommen Tausende von Kollegen aus dem ganzen Land zusammen, um den G-7-Gipfel in Cornwall zu überwachen. Polizisten aus den Gemeinden, in denen die indische Variante des Virus blüht."

Eine Polizeibeamtin, Leanne Gould, die beim Gipfel im Dienst sein wird, teilte in diesem Zusammenhang mit:

"Ich fühle mich von der Regierung völlig im Stich gelassen, da wir gerade dem enormen Risiko ausgesetzt sind, uns mit dem Virus anzustecken."

Bei einer Diskussion, die im Rahmen der Konferenz stattfand, bestand Polizeiminister Kit Malthouse darauf, dass Beamte versucht hätten, die Priorisierung der Polizei durchzusetzen. Auf die Frage, warum die Regierung den Gemeinsamen Ausschuss für Impfung und Immunisierung (JCVI) nicht stärker unter Druck gesetzt habe, antwortete Malthouse wie folgt:

"Wir haben uns stark für Polizeibeamte eingesetzt."

Innenminister Priti Patel erklärte, der JCVI habe darauf hingewiesen, dass der schnellste Weg zur Verringerung der Todesfälle darin bestehe, Impfstoffe nach Alter und klinischer Anfälligkeit zu priorisieren. Patel unterstrich, dass die Regierung die Polizei sehr wohl unterstütze. Und zwar, indem sie die Strafen für Angriffe auf Sicherheitskräfte von zwölf Monaten auf zwei Jahre erhöht, allen Beamten erlaubt, einen Taser zu tragen und sich auf ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen konzentriere.

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