Europa

Tschernobyl: Zwischenlager für radioaktiven Abfall eröffnet

Auf einer Gedenkveranstaltung zum 35. Jahrestag der Reaktorexplosion hat der Präsident der Ukraine der Opfer gedacht und den Willen zur weiteren friedlichen Nutzung der Kernenergie zum Ausdruck gebracht. Ein Zwischenlager für die Abfälle ist jetzt eingerichtet.
Tschernobyl: Zwischenlager für radioaktiven Abfall eröffnetQuelle: Reuters © REUTERS/Valentyn Ogirenko

Zum 35. Jahrestag der Katastrophe hat die Ukraine in Tschernobyl ein Zwischenlager für radioaktiven Abfall eingerichtet. In der Nachbarschaft des Ortes des Kraftwerkes werden Brennstäbe dieser Blöcke für einhundert Jahre gelagert. Im Sommer folgen Abfälle von Atomkraftwerken, die das Land in Betrieb hat.

Präsident Wladimir Selenski sagte auf der Gedenkveranstaltung am Montag: "Die Sperrzone wird in ein Gebiet der Wiedergeburt verwandelt." Mit dem Bau des Zwischenlagers war bereits 2001 begonnen worden.

Selenski und der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi, eröffneten bei der Veranstaltung eine Ausstellung zu der Katastrophe und den Folgen. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, erinnerte an die Opfer und an die 600.000 Menschen, die an den Aufräumarbeiten am Kraftwerk beteiligt waren. In Kiew leben gegenwärtig 48.000 Betroffene, die zum Jahrestag eine Zahlung von etwa 30 Euro erhielten.

Das Land setzt verstärkt auf Kernenergie. Präsident Selenski kann "heute mit Gewissheit sagen, dass die Ukraine entschlossen ist, ihre Atomenergiewirtschaft weiterzuentwickeln". Es ist geplant, im Land Reaktoren des amerikanischen Unternehmens Holtec zu bauen. Im Jahr 2023 würde die Laufzeit der ersten Blöcke sowjetischer Bauart enden.

Die Organisation "Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges" forderte anlässlich des Jahrestages einen europaweiten Ausstieg aus der Kernenergie. Neue Studien über Tschernobyl zeigten, dass die Niedrigstrahlung nach Unfällen nicht nur Krebserkrankungen, sondern auch schwere Erkrankungen des Erbgutes verursachen kann. Sie forderte, gesundheitliche Interessen über wirtschaftliche zu stellen.

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