Europa

Corona-Impfstoff: Wien will eine Million Sputnik V-Dosen kaufen

Anfangs haben viele westlichen Medien die Effektivität und Sicherheit des russischen Impfstoffs Sputnik V hinterfragt. Nachdem er jedoch millionenfach eingesetzt wurde und sich bewiesen hat, steigt die Nachfrage.
Corona-Impfstoff: Wien will eine Million Sputnik V-Dosen kaufenQuelle: www.globallookpress.com © photonews.at/imago-images/Georges Schneider

Die österreichische Bundesregierung hat erklärt, dass sie eine Million Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V kaufen will. Das teilte das Büro des österreichischen Regierungschefs gegenüber der russischen Nachrichtenagentur TASS mit. Auch österreichische Medien haben die Absicht Wiens vermeldet.

Kurz teilte in einer Pressemitteilung, die der TASS vorliegt, mit, dass Österreich zugestimmt habe, eine Million Dosen des russischen Impfstoffs zu kaufen. Der österreichische Regierungschef verwies darauf, dass Sputnik V bereits in über 50 Staaten im Einsatz sei. Er hoffe, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den russischen Impfstoff schnell zulassen werde. Jeder zusätzliche Impfstoff sei hilfreich dabei, Leben zu retten, Arbeitsplätze zu sichern und würde zudem eine möglichst schnelle Rückkehr zum normalen Leben ermöglichen.

Der österreichische Bundeskanzler hatte am vorletzten Wochenende erklärt, dass die Verhandlungen mit Russland über den Ankauf des Sputnik-V-Impfstoffs "de facto am Ende angelangt" seien. "Ein Kauf für uns in Österreich ist möglich." Bereits vor einigen Tagen kam die erste Lieferung von Impfstoff-Dosen in Österreich an. Bis Juni könnten eine Million Dosen geliefert werden, 300.000 davon noch im April.

Jedoch ist nicht damit zu rechnen, dass der russische Impfstoff sofort verimpft werden kann. Der neue österreichische Gesundheitsminister pries heute bei seiner Amtseinführung zwar den Sputnik-Impfstoff als "gut". Zugleich betonte er, dass die Voraussetzung für den Einsatz von Sputnik V die Zulassung durch die EMA sei. Das sei "wichtig". Die Koalitionspartner in Österreich hätten sich bereits in dieser Richtung verständigt.

Wien hatte vor Kurzem noch die Möglichkeit ins Spiel gebracht, wie Ungarn, nicht die EMA-Zulassung abzuwarten, sondern den Impfstoff auf nationaler Ebene zuzulassen.

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