Europa

Österreich: Kurz stellt "sehnsüchtig" erwartete Lockerungen in 100 Tagen in Aussicht

Trotz erheblicher Schwierigkeiten bei der Anschaffung von Corona-Impfstoffen hält der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz am Plan fest, innerhalb von 100 Tagen allen Impfwilligen ein Angebot für eine erste Impfdosis zu machen.
Österreich: Kurz stellt "sehnsüchtig" erwartete Lockerungen in 100 Tagen in AussichtQuelle: AFP © Joe Klamar

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz von der konservativen Österreichischen Volkspartei hat in einer Videobotschaft angekündigt, in den Bereichen Sport, Kultur, Gastronomie und Tourismus Lockerungen der Corona-Maßnahmen durchführen zu wollen. Obwohl sich auch in Österreich die Lieferung von Impfstoffen verzögert hatte, erklärte Kurz, dass er an dem bisherigen Plan festhalten wolle, "in den nächsten 100 Tagen jedem, der sich impfen lassen möchte, zumindest die erste Impfung" anzubieten. Kurz sprach sich dagegen aus, im Westteil des Alpenlandes härtere Corona-Maßnahmen einzuführen.

Kurz erklärte, dass in den österreichischen Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland die Situation auf den Intensivstationen angespannt sei und daher "einschneidende Maßnahmen" notwendig seien. In diesen drei Bundesländern gilt bis zum 11. April ein Lockdown. In den anderen Teilen Österreichs dagegen sei die Situation deutlich besser. Daher werde man versuchen, mit den bestehenden Maßnahmen auszukommen.

Er verkündete als "gute Nachricht", dass allen Impfwilligen innerhalb von 100 Tagen die erste Impfdosis zur Verfügung gestellt werden würde. Sollte Österreich zusätzlich den russischen Impfstoff Sputnik V erhalten, könne man sogar noch schneller vorgehen. Einige westliche Pharmakonzerne haben bis zur Hälfte weniger geliefert, als eigentlich vereinbart.

Bis Ende April wolle man alle über 65-Jährigen, bis Ende Mai alle über 50-Jährigen impfen. Ab Juni sollen dann die anderen Altersgruppen für Impfungen in Frage kommen.

Der sozialdemokratische Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker hatte dagegen am Mittwoch erklärt, dass das Ziel, bis Ende Juni 70 Prozent der in Frage kommenden Bevölkerung durchzuimpfen, nicht einzuhalten sei, da es nicht genügend Impfdosen gebe.

Kurz erklärte, dass sich mit der zunehmenden Impfrate bei älteren Menschen die Situation in den Krankenhäusern entspannen werde. Somit sei es dann möglich, die langersehnten Lockerungen, die alle "sehnsüchtig erwarten", umzusetzen. Dann werde man "endlich wieder Sport, Kultur, Gastronomie und Tourismus erleben und genießen (…) können".

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