Nach etwa 6.000 Jahren Schlaf: Vulkan Fagradalsfjall bricht nahe Islands Hauptstadt Reykjavík aus

Unweit der isländischen Hauptstadt Reykjavík haben rot glühende Lavaströme den Nachthimmel erhellt: Auf der seismisch gefährdeten Insel brach in der Nacht zum Sonntag der Vulkan Fagradalsfjall aus. Dem Meteorologischen Dienst zufolge riss die Oberfläche des "Schöntalberges", wie sich der Name des Vulkans wohl in Deutsche übersetzen ließe, auf einer Länge von 500 Metern auf und kleine Lavafontänen spritzten in die Höhe. Ein Hubschrauber der Küstenwache wurde losgeschickt, um Ausmaß und Folgen des Vulkanausbruchs aus der Luft besser einschätzen zu können.
A new video of the eruption at Geldingardalur valley in Reykjanes peninsula. Taken from the Coast Guard helicopter. #Reykjanes#Eruption#Fagradalsfjallpic.twitter.com/B862heMzQL
— Icelandic Meteorological Office - IMO (@Vedurstofan) March 19, 2021
Der Zivil- und Katastrophenschutz warnte davor, sich dem Vulkan zu nähern und die anrückenden Einsatzkräfte zu behindern. Außerdem wurde den Anwohnern dazu geraten, Wohnhäuser im Einzugsgebiet der vulkanischen Gasschwaden nicht zu verlassen und Fenster geschlossen zu halten. Das rote Leuchten über der Silhouette des Vulkans war am Nachthimmel kilometerweit zu sehen.
— Oddur Bauer (@oddurbauer) March 19, 2021
Der Ausbruch des rund 30 Kilometer von Reykjavík entfernten Vulkans brachte bislang keine nennenswerten Behinderungen im Flugverkehr mit sich. Der staatliche Flughafenbetreiber Isavia verzichtete auf ein generelles Flugverbot und ordnete nur eine Drohnen-Sperrzone im Umkreis von fünf Kilometern um den Vulkan an. Der wichtigste Flughafen Keflavík wies zwar auf erhöhte Aschewerte in der Luft hin. Die Entscheidung über etwaige Flugabsagen überließ er aber den Airlines.
Additional photos of the glow from the #volcanic#eruption in #Fagradalsfjall on the #Reykjanes peninsula in #Iceland#iceruptpic.twitter.com/XyQUzGuNhV
— Gisli Olafsson (@gislio) March 19, 2021
Zuletzt hatte es Anfang März eine ungewöhnliche Erdbebenserie mit Stößen der Stärke 5 im Südwesten Islands gegeben, weshalb die Eruption des Fagradalsfjall nicht ganz überraschend kam. Allein am Donnerstag wurden dort mehrere hundert kleinere Beben verzeichnet, die aber zunächst folgenlos blieben. In dieser Region des Inselstaates gab es seit 781 Jahren keine Eruptionen.
A screenshot from the seismograph showing the hours before the eruption. A very low tremor is current to the right of the image and only on those monitors next to the eruption site, (bottom lines). The eruption starts at ca 20:45, time stamp is at the bottom. #Reykjanes#Eruptionpic.twitter.com/OKMNBlthxX
— Icelandic Meteorological Office - IMO (@Vedurstofan) March 20, 2021
Der Fagradalsfjall liegt am südwestlichen Zipfel der Insel in einem unbewohnten Gebiet. Bis zur nächsten Ortschaft Grindavík sind es zehn Kilometer. Geologischen Schätzungen zufolge hat der Vulkan 6.000 Jahre geschlafen. Insgesamt hat Island rund 30 große Vulkane.
The source of the volcanic eruption began at Geldingadalur, close to Fagradalsfjall on the Reykjanes Peninsula. pic.twitter.com/JIbXnsmH7o
— Icelandic Meteorological Office - IMO (@Vedurstofan) March 19, 2021
Vor zehn Jahren hatte die Eruption des Vulkangletschers Eyjafjallajökull zu schweren Folgen geführt. Die dabei entstandene kilometerhohe Aschewolke legte im Frühjahr 2010 den internationalen Flugverkehr über längere Zeit lahm.
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(rt/dpa)
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