Europa

Meteorit irgendwo da draußen: Französische Astronomen bitten um Hilfe bei Suchaktion

Französische Astronomen bitten um Hilfe bei einer Suchaktion, die kaum Chancen auf Erfolg hat. Die Forscher wollen einen Meteoriten finden, der am 27. Februar in der Nähe von Bordeaux vom Himmel gefallen ist. Im Steckbrief wird der Stein auf 150 Gramm geschätzt.
Meteorit irgendwo da draußen: Französische Astronomen bitten um Hilfe bei SuchaktionQuelle: www.globallookpress.com © Krompolc Roman via CTK

Freiwillige werden in Frankreich aufgerufen, örtlichen Astronomen bei der Suche nach einem Meteoriten zu helfen. Der geschätzt aprikosengroße Stein ist am 27. Februar in der Umgebung der südwestfranzösischen Stadt Bordeaux gefallen. Bevor er zu Boden stürzte, erleuchtete der Meteorit hell den nächtlichen Himmel. Die Feuerkugel wurde von Überwachungskameras des wissenschaftlichen Projekts Vigie-Ciel ("Himmelwache") gefilmt.

Nach Angaben der Forscher leuchtete der Himmelskörper 15 Kilometer östlich der Stadt Fleurance in einer Höhe von 90 Kilometern auf. Sein Fallwinkel betrug rund 50 Grad und seine Flugbahn wurde bis nach Aiguillon rund 100 Kilometer von Bordeaux verfolgt, bis die Feuerkugel in einer Höhe von 23 Kilometern erlosch. Die Astronomen schätzten die Geschwindigkeit des Meteoriten auf 21 Kilometer pro Sekunde oder 75.600 Kilometer pro Stunde. Der Himmelskörper dürfte aus dem Asteroidengürtel zwischen dem Mars und dem Jupiter stammen.

Aufgrund der Videoaufzeichnungen bestimmten die Experten von Vigie-Ciel das Gebiet, in dem der Meteorit gelandet sein muss, und starteten eine Suchaktion. Dabei baten sie auch Freiwillige um Hilfe und veröffentlichten ihren Aufruf in den sozialen Netzwerken.

Mickaël Wilmart von der Bildungsinitiative A Ciel Ouvert ("Offener Himmel") erklärte den örtlichen Medien, warum es so wichtig sei, den Meteoriten ausfindig zu machen. Ihm zufolge sei der Himmelskörper wenige Tage nach dem Aufprall von der irdischen Umwelt kaum beeinflusst worden und könne daher den Forschern wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse liefern. Zugleich räumte der Astronom ein, es gebe nur wenig Chancen den aprikosengroßen Stein in einem solch großen Gebiet zu finden. Es sei, wie eine Nadel im Heuhaufen zu suchen.

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