Europa

Schweden: Acht Verletzte nach mutmaßlicher Terrorattacke

Im schwedischen Vetlanda hat ein Mann mehrere Menschen mit einer mutmaßlichen Stichwaffe angegriffen. Dabei wurden mindestens acht Personen verletzt, einige von ihnen schwer. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei angeschossen und anschließend festgenommen.
Schweden: Acht Verletzte nach mutmaßlicher TerrorattackeQuelle: www.globallookpress.com © Claudio Bresciani //Tt

Nach einem mutmaßlichen Terroranschlag im schwedischen Vetlanda wurden acht Personen ins Krankenhaus eingeliefert. Mehrere Personen darunter sollen schwer verletzt worden sein. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei angeschossen und festgenommen. Im Zusammenhang mit dem Anschlag wurden mehrere Bereiche der Stadt abgesperrt.

Wie die schwedische Polizei am Mittwoch erklärte, wurde der mutmaßliche Täter in Vetlanda, rund 270 Kilometer südwestlich von Stockholm, angeschossen und festgenommen. Er befindet sich im Krankenhaus und wird dort von der Polizei bewacht. Das Tatmotiv blieb zunächst unklar. Es wird derzeit von diesem einen Einzeltäter ausgegangen, der zwischen 20 und 30 Jahre alt sein soll. Laut schwedischen Medien soll im folgenden Video die Festnahme des Täters zu sehen sein:

Nach Polizeiangaben wurden bei dem Angriff acht Menschen verletzt. Bisher wurden keine näheren Angaben über die Art ihrer Verletzungen gemacht. Auch schwedische Medien berichten, dass acht Menschen ins Krankenhaus kamen. Innenminister Mikael Damberg sprach nach Angaben der Nachrichtenagentur TT davon, dass mehrere Personen schwer verletzt worden seien.

Bisher gibt es keine Berichte über Tote. Die Polizei wollte nicht mitteilen, mit was für einer Waffe der Täter auf seine Opfer losging, um so vermutliche Zeugen nicht zu beeinflussen. Polizeisprecher Thomas Agnevik erklärte:

"Es gibt einige Zeugen und wir wollen diese nicht darüber beeinflussen, was sie gesehen haben könnten und was nicht. Wir werden einfach sehen, wie viel mehr wir später sagen können."

Zunächst war die Rede von einem Mordversuch, danach wurde von einem möglichen Attentat gesprochen. Nach Polizeiangaben hätten Voruntersuchungen den Verdacht auf ein Terrorattentat ergeben. Details wollte die Polizei jedoch noch nicht bekannt geben.

Ungefähr 15 Beamte der Polizeipatrouillen und Spezialkräfte wie Forensiker untersuchen den Vorfall. Gegen 16 Uhr nachmittags war die Polizei hauptsächlich mit der Sammlung und Sicherung von Beweisen und der Durchführung von Verhören beschäftigt. Vonseiten der Staatsanwaltschaft wurde routinemäßig eine Untersuchung der polizeilichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Festnahme des mutmaßlichen Täters eingeleitet. Der schwedische Premierminister Stefan Löfven verurteilte die Gewalttat:

"Heute Abend denke ich an die Verletzten in Vetlanda und an deren Angehörige. Ich verurteile diese schreckliche Gewalt. Wir stehen diesen abscheulichen Handlungen mit der kollektiven Macht der Gesellschaft gegenüber."

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