Europa

Auswärtiges Amt rät von Urlaubsreisen in einzelne Regionen Spaniens ab

Erst vor fünf Wochen hatten die deutschen Behörden die Reisewarnung für Spanien aufgehoben. Wegen einer Welle von Neuinfektionen sind nun einzelne Regionen des EU-Landes als Urlaubsziele wieder nicht empfehlenswert. Betroffen sind vor allem die Strände Kataloniens.
Auswärtiges Amt rät von Urlaubsreisen in einzelne Regionen Spaniens abQuelle: Reuters © Albert Gea

Wegen eines starken Anstiegs der SARS-CoV-2-Infektionen in Spanien rät das Auswärtige Amt nun von touristischen Reisen in mehrere Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen ab. Betroffen sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra. Die Balearen mit der beliebten Ferieninsel Mallorca und die Kanaren bleiben verschont.

Das Auswärtige Amt begründete den Schritt am Dienstag in seinen Reisehinweisen für Spanien mit den "hohen Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen". Auf eine Reaktivierung der formellen Reisewarnung für die stark betroffenen Regionen verzichtete das Ministerium zunächst. Ein solcher Schritt hätte Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen ermöglicht.

Trotz der hohen Infektionszahlen werden die drei am stärksten betroffenen Regionen Spaniens von der Bundesregierung zunächst nicht zu Risikogebieten gezählt. Rückkehrer aus solchen Gebieten müssen künftig in Deutschland einen Corona-Test machen.

Das Auswärtige Amt hatte die Reisewarnung für das besonders stark von der Coronavirus-Pandemie getroffene Spanien erst am 21. Juni aufgehoben, nachdem die Regierung einen 14-wöchigen Notstand beendet hatte. Die Infektionszahlen stiegen aber in den vergangenen Tagen in einigen Gebieten wieder dramatisch. Die katalanische Gesundheitsbehörde teilte am Montagabend mit, dass in den vergangenen 24 Stunden 724 neue Infektionen registriert worden seien. Regionalpräsident Quim Torra rief die Menschen zu größter Vorsicht auf. Man befinde sich schon fast wieder in einer Situation wie im März. Falls die Zahlen weiter steigen sollten, müssten drastischere Maßnahmen ergriffen werden. Ausgangsbeschränkungen wären dann nicht mehr ausgeschlossen.

Großbritannien hat am Sonntag mit einer deutlich drastischeren Maßnahme als Deutschland auf die neue Infektionswelle reagiert und eine zweiwöchige Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ganz Spanien verhängt. (rt/dpa)

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