Nahost

Syrien: Armee tötet Sohn von IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi bei Gefecht

Hudhayfah al-Badri, Sohn des Anführers der Terrormiliz "Islamischer Staat" Abu Bakr al-Baghdadi, wurde bei einem Angriff der Dschihadisten in der zentral-syrischen Provinz Homs getötet. Das erklärte die IS-Propagandaagentur Amaq am Dienstag.
Syrien: Armee tötet Sohn von IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi bei Gefecht Quelle: Reuters

Al-Badri wurde in einer "Operation gegen die Nusayriyyah und die Russen in der Region des Heizkraftwerks in Homs getötet", sagte die Gruppe in einer Erklärung. Die Erklärung zeigte ein Foto eines jungen Mannes mit einem Sturmgewehr. Analysten, die sich auf Aktivitäten des "Islamischen Staates" (IS) spezialisiert haben, sagten gegenüber RT Deutsch, dass al-Badri 16 Jahre alt war.

Nusayriyyah ist der vom IS verwendete abwertende Begriff für die alawitische religiöse Minderheit Syriens. Ihr gehört auch der syrische Präsident Baschar al-Assad an, und sie  findet sich in zahlreichen führenden Staatspositionen repräsentiert.

Der IS rief 2014 ein grenzüberschreitendes "Kalifat" in Syrien und im Irak aus. Die Terrormiliz überrannte weite Landstriche. Im Irak konnte sich die Organisation zeitweise ein Drittel des Territoriums sichern. In Syrien sah das ähnlich aus.

Die Dschihadisten haben seitdem an Boden verloren und ihre staatsähnliche Operationsstruktur eingebüßt. Die Präsenz der Dschihadisten in Syrien und im Irak beschränkt sich mittlerweile zum Großteil auf Guerilla-Operationen. Der selbsternannte „Islamische Staat“ kontrolliert schätzungsweise nicht mehr als drei Prozent des syrischen Territoriums.

Im vergangenen Dezember erklärte die irakische Regierung den Sieg über IS, muß aber nach wie vor regelmäßig militärische Operationen durchführen, denn noch immer finden vereinzelt Kämpfe mit IS-Zellen statt.

Der Führer der Gruppe, Abu Bakr al-Baghdadi, der bei mehreren Gelegenheiten für tot erklärt worden ist, soll sich laut dem irakischen Geheimdienst angeblich in Ost-Syrien unweit der irakischen Grenze aufhalten. Al-Baghdadi soll sich nur mit einer kleinen Gruppe von Anhängern bewegen.

Ursprünglich aus dem Irak stammend, wurde al-Baghdadi wiederholt als "meistgesuchter Mann auf dem Planeten" bezeichnet. Die Vereinigten Staaten setzten eine Belohnung von 25 Millionen US-Dollar auf seine Gefangennahme aus.

Im vergangenen September rief al-Baghdadi in einer letzten Sprachnachricht, die dem IS-Führer zugeschrieben wird, seine Kämpfer in Syrien und im Irak auf, am "Widerstand" festzuhalten.

Abu Bakr al-Baghdadi soll vier Kinder mit seiner ersten Frau und einen Sohn mit seiner zweiten Frau haben.

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