Nahost

Netanjahu: Enger Kontakt von Ehud Barak zu Epstein war rein "antizionistisch" motiviert

Israels Premier Netanjahu reagiert auf die aktuellen Veröffentlichungen der Unterlagen des pädophilen Jeffrey Epstein. Bereits in den Vorjahren wurde nachgewiesen, dass der israelische Ex-Ministerpräsident Ehud Barak zum engen Kreis der Sexualtäter gehörte. Netanjahu erklärt nun auf X seine Sicht auf die "persönliche Fixierung" Baraks.
Netanjahu: Enger Kontakt von Ehud Barak zu Epstein war rein "antizionistisch" motiviert© Collage: [Netanjahu: Amir Levy]/ X

Die jüngste, demnach vorerst letzte, Veröffentlichungsflut von gesicherten Festplatten, Fotoalben, USB-Sticks und weiteren Beweisstücken der US-Behörden aus dem Besitz des im Jahr 2019 zu Tode gekommenen Sexualverbrechers Jeffrey Epstein, lässt aktuell erneut die internationale Elite der Politik, Medien und weiterer Parallelwelten zum Thema sexueller Ausbeutung und Verbrechen gegen Minderjährige nervös aufhorchen. Heute meldete sich Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärend zur Epstein-Causa Ehud Barak. 

Zu der mehr als angeheizten, kontrovers geführten Diskussion, welcher der gelisteten Namen auf den laut US-Behörden "drei Millionen Seiten, 180.000 Bildern und 2.000 Videos" nun zufällig – auf reiner Geschäftsebene oder sich verbrecherisch als Nutznießer und Beteiligter eines weltweit organisierten Sexhändlerrings strafbar machend – auftaucht, erklärte sich jetzt Israels Premier Netanjahu verklausuliert zum nachweislichen Verhältnis von Jeffrey Epstein mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten des Staates Israel (1999 bis 2001).

Netanjahu ließ auf X folgende wörtliche Erklärung abgeben:

"Jeffrey Epsteins ungewöhnlich enge Beziehung zu Ehud Barak deutet nicht darauf hin, dass Epstein für Israel gearbeitet hat. Es beweist das Gegenteil. Barak, der seit über zwei Jahrzehnten an seiner Wahlniederlage festhält, versucht seit Jahren obsessiv, die israelische Demokratie zu untergraben, indem er mit der antizionistischen radikalen Linken zusammenarbeitet, um die gewählte israelische Regierung zu stürzen – bislang ohne Erfolg." 

Laut Netanjahu, so der abschließende X-Text, hätte eine rein "persönliche Fixierung" Barak "veranlasst, sich öffentlich und hinter den Kulissen an Aktivitäten zu beteiligen, die darauf abzielten, die israelische Regierung zu untergraben, darunter die Anheizung von Massenprotestbewegungen, das Schüren von Unruhen und die Verbreitung falscher Medienberichte".

Zu der regelmäßigen Anwesenheit Baraks im privaten Umfeld von Epstein und der laut Gerichtsunterlagen dargestellten sexuellen Ausbeutung und Erniedrigung von Minderjährigen verliert Netanjahu nicht ein einziges Wort.

Am 21. Oktober des Vorjahres erschienen die posthumen Memoiren des nachweislichen Epstein-Opfers Virginia Giuffre mit dem Titel "Nobody’s Girl: Erinnerungen an das Überleben von Missbrauch und den Kampf für Gerechtigkeit". 

In durchlittenen Gerichtsverhandlungen – Giuffre nahm sich im April 2025 das Leben (RT DE berichtete) – nannte sie laut Gerichtsunterlagen "den israelischen Premierminister Ehud Barak als einen der vielen Eliten, die sie vergewaltigt hätten", so die New York Post (NYP) berichtend.

Die Jüdische Allgemeine berichtet zu den jüngsten Epstein-Veröffentlichungen:

"Tatsächlich enthalten die Unterlagen auch reale und für die jüdische Öffentlichkeit relevante Aspekte, darunter Hinweise auf finanzielle Verbindungen Epsteins zu orthodoxen Bildungseinrichtungen sowie neue Details zu seinem Verhältnis zum früheren israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak. Zudem finden sich E-Mails, in denen Epstein jüdische Begriffe wie 'goyim' in abwertender Weise verwendet oder auf jüdische Feiertage Bezug nimmt."

Die Times of Israel erklärt in einem aktuellen Artikel zur Causa:

"Baraks Verbindungen zu Epstein sind seit Jahren bekannt. Es gibt keine Hinweise auf ein Fehlverhalten von Barak."

Giuffre bezeichnete einen ihrer Vergewaltiger in ihren Aussagen, Interviews und in ihrem Buch als "Premierminister" und erklärte laut NYP-Artikel, "sie habe Angst, dass der Rohling ihr 'weh tun' würde, wenn sie seinen Namen drucken würden." Barak bestreitet seit Jahren, die ungenannte Person zu sein.

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