
Medien: Israel bereitet sich auf neue Operation im Gazastreifen vor

Israel könnte eine neue Militäroperation im Gazastreifen starten, da die Hamas, die immer noch einen Teil des Gebiets kontrolliert, ihre Positionen festigt und sich weigert, ihre Waffen vollständig niederzulegen. Dies berichtete die Zeitung Wall Street Journal (kurz WSJ) unter Berufung auf ihre Quellen in israelischen und arabischen Regierungskreisen.
Gemäß dem Plan von US-Präsident Donald Trump, der die Grundlage für das 2025 geschlossene Waffenstillstandsabkommen bildete, müssen die Kämpfer der Hamas ihre Waffen abgeben. Laut WSJ sei die Gruppe bereit, sich von den Resten ihrer schweren Waffen zu trennen, weigere sich aber, ihre Handfeuerwaffen abzugeben. Deren Zahl wird auf 60.000 Stück geschätzt, was dreimal so viel ist wie die Zahl der verbleibenden Kämpfer.

Darüber hinaus konnte die Hamas nach dem Abschluss des Waffenstillstands ihre finanzielle Lage stärken und die regelmäßigen Zahlungen an ihre Mitglieder wiederaufnehmen, was neue Kämpfer in ihre Reihen lockt. Zudem baut sie die im Laufe der Kampfhandlungen zerstörte Infrastruktur wieder auf, darunter Unterstände und Tunnel.
Unter diesen Umständen bereite sich Israel auf den Beginn einer neuen Militäroperation vor, berichteten Quellen des WSJ. Wenn die Hamas ihre Waffen nicht freiwillig abgebe, werde Israel sie dazu zwingen, erklärte einer der Gesprächspartner der Zeitung.
Allerdings gibt es noch keinen konkreten Zeitplan für den möglichen Beginn einer solchen Operation. Israel zieht es vorerst vor, nach dem Plan von Trump zu handeln, der Ende 2025 versprochen hatte, dass die Hamas einen "hohen Preis zahlen" werde, wenn die Gruppe auf ihre Waffen nicht verzichte.
Sollte es dennoch zu einer Militäroperation kommen, könnte Israel nach Meinung der vom WSJ befragten Experten zwischen zwei Optionen wählen: entweder eine schnelle, umfassende Invasion des noch unter der Kontrolle der Hamas stehenden Teils des Gazastreifens oder eine schrittweise Eroberung dieses Gebiets in einzelnen Abschnitten. Die Experten wiesen auch darauf hin, dass Israel in einer neuen Militäroperation entschlossener vorgehen könne, da es sich nun nicht mehr um das Leben der jüdischen Geiseln kümmern müsse und die Palästinenser aus den Flüchtlingslagern in die von Israel kontrollierten Gebiete des Gazastreifens evakuiert werden könnten.
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