Nahost

Israelische Armee fliegt Luftangriffe auf Gazastreifen – Hamas warnt vor Aggressionsakten

Israel flog mehrere Luftangriffe auf den Gazastreifen. Zum ersten Mal seit Monaten traf zuvor ein von dort abgefeuertes Geschoss israelisches Gebiet. Inzwischen richtete der Hamas-Chef eine Warnung an Israel wegen der Aggressionsakte im israelisch besetzten Ost-Jerusalem.
Israelische Armee fliegt Luftangriffe auf Gazastreifen – Hamas warnt vor AggressionsaktenQuelle: AFP © Bashar Taleb

Die israelische Luftwaffe griff in der Nacht zum Donnerstag Ziele im Gazastreifen an, nachdem nach Angaben des Militärs mindestens vier Raketen aus dieser Region auf den Süden Israels abgefeuert wurden. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) bezeichneten die Operation, laut Haaretz, als "bedeutendsten" Angriff auf die palästinensische Mittelmeer-Enklave seit der letzten großen Konfrontation im Mai 2021. Ob es Opfer gab, blieb zunächst unklar.

Mindesten zweimal ertönten zuvor die Sirenen im südlichen Teil des Landes. Vier Raketen sollen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden sein. Diese seien aber von dem Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen worden, hieß es. Ein weiteres Geschoss aus dem Gazastreifen schlug allerdings, laut Haaretz, auf ein offenes Gebiet in der südisraelischen Stadt Sderot ein, während das Raketensystem Iron Dome nicht zum Einsatz kam. Ein Trümmerteil der Rakete sei in den Hof eines Hauses in der Sderot gefallen. Es war das erste Mal seit Monaten, dass ein aus dem Gazastreifen abgefeuertes Geschoss israelisches Gebiet traf.

Als Reaktion darauf griff Israel nach eigenen Angaben eine angeblich unterirdische Anlage zur Herstellung von Raketentriebwerken im Gazastreifen an. Der Angriff "wird zu erheblichen Schäden in der Raketenproduktion im Gazastreifen führen", sagte ein Sprecher der israelischen Verteidigungskräfte.

Während der Luftangriffe feuerten Hamas-Milizen im Gazastreifen Flugabwehrraketen ab. Die Hamas setzte zum zweiten Mal ein solches System ein. Am Dienstag feuerte die Hamas während israelischer Angriffe auf Gaza eine in Russland hergestellte Schulter-Luft-Rakete Strela-2 ab, berichtet Jerusalem Post. Die IDF erklärte, dass die Versuche, die Jets sowohl am Dienstag als auch am Donnerstag zu treffen, fehlgeschlagen seien und keine Schäden verursacht wurden.

Ein weiterer Hamas-Angriff wurde am Donnerstagmorgen gemeldet, der erneut einen Sirenen-Alarm auslöste. Die Raketen aber erreichten Berichten zufolge nicht das israelische Territorium und landeten laut IDF-Sprecher auf einem offenen Gebiet innerhalb des Gazastreifens. 

Hamas-Sprecher Hazem Qasem sagte, der israelische Angriff werde "die Entschlossenheit des palästinensischen Volkes stärken, sich weiterhin gegen die Besatzung zu widersetzen". Er versprach, dass die Organisation Jerusalem und seine heiligen Stätten weiterhin "um jeden Preis" schützen werde.

Inzwischen richtete Hamas-Führer Ismail Haniyya eine strenge Warnung an Israel wegen seiner Aggressionsakte im israelisch besetzten Jerusalem und sagte: "Wir stehen noch am Anfang der Schlacht." Er warnte die israelische Regierung davor, den islamischen Status quo der Al-Aksa-Moschee durch die Besetzung der heiligen Stätte zu verändern.

Die Lage in der Jerusalemer Altstadt war in den vergangenen Tagen besonders angespannt. Auf dem Jerusalemer Tempelberg brachen letzte Woche am zweiten Freitag des Fastenmonats Ramadan nach dem Morgengebet schwere Unruhen aus. Bei heftigen Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften ging die israelische Polizei hart gegen die Palästinenser vor. Berichten zufolge wurden dabei mehr als 150 Menschen verletzt. Israelische Ultranationalisten veranstalteten am Mittwoch einen Flaggenmarsch durch palästinensische Gebiete der Jerusalemer Altstadt, wo sie "Tod den Arabern" skandierten. 

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