Nahost

Zeuge im Korruptionsfall gegen Netanjahu kommt bei Flugzeugabsturz ums Leben

Der 70-jährige Haim Garon und dessen Frau sind gestern mit einem Privatflugzeug abgestürzt. Garon war Zeuge der Anklage im Korruptionsfall von Benjamin Netanjahu. Ihm werden Amtsmissbrauch und Korruption während seiner Amtszeit vorgeworfen.
Zeuge im Korruptionsfall gegen Netanjahu kommt bei Flugzeugabsturz ums LebenQuelle: Sputnik © Ewgeni Bijatow

Am Montag ist der 70-jährige Haim Garon beim Absturz eines Privatflugzeuges nahe der griechischen Insel Samos ums Leben gekommen. Der Mann war einer der Zeugen der Anklage im Prozess gegen Benjamin Netanjahu, den Chef der israelischen Opposition und ehemaligen Ministerpräsidenten. Dies meldete das Portal YnetNews.

Ein einmotoriges Flugzeug verschwand offenbar aus Israel kommend kurz vor der Landung auf dem Flugplatz von Samos vom Radar. Das Flugzeug konnte nicht landen und stürzte im östlichen Teil der Ägäis ins Wasser. Auch Garonas Frau Este war mit an Bord und kam ebenfalls ums Leben. Die Leichen der beiden Insassen wurden bei einer Such- und Bergungsaktion gefunden.

Das Bezirksgericht in Jerusalem hatte am Montag drei Verfahren gegen den israelischen Oppositionsführer und ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wieder aufgenommen. Ihm werden Amtsmissbrauch und Korruption vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der Politiker dem Telekommunikationsunternehmen Bezeq im Gegenzug für eine positive Berichterstattung über die Aktivitäten seines Kabinetts Präferenzen gewährt hatte.

Bisher erschien Netanjahu bei Gerichtsverhandlungen am 24. Mai 2020 sowie am 8. Februar und 5. April 2021. Im Mai vergangenen Jahres bestätigte er, dass er den Kern der Anklage verstanden habe und am 8. Februar 2021 erklärte er sich für nicht schuldig.

Netanjahu war ab dem Jahr 2009 zwölf Jahre lang ohne Unterbrechung Führer der israelischen Regierung. Am 13. Juni wurde er als Ministerpräsident von Naftali Bennett abgelöst. Dieser bildete nach den Parlamentswahlen vom 23. März 2021 eine neue Regierungskoalition.

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