Nahost

Russland verlegt MiG-31K-Abfangjäger mit Kinschal-Hyperschall-Raketen nach Syrien

Russland hat erstmals MiG-31K-Abfangjäger mit Kinschal-Hyperschall-Luft-Boden-Raketen nach Syrien verlegt. Gleichzeitig hält Washington an der völkerrechtlich illegalen Präsenz von US-Truppen in Syrien fest. Begründung: Man müsse die "Syrischen Demokratischen Kräfte" gegen die Regierung in Damaskus unterstützen.

Russland stationierte zum ersten Mal zwei Abfangjäger vom Typ MiG-31K in Syrien. Der Jäger ist in der Lage, Kinschal-Hyperschall-Luft-Boden-Raketen mit einer Reichweite von rund 2.000 Kilometern zu tragen.

Die Mikojan-Gurewitsch MiG-31, die erstmals 1975 in der Sowjetunion gebaut wurde, ist ein Überschalljagdflugzeug, das derzeit modernisiert bei den Streitkräften in Russland und Kasachstan im Einsatz ist. Die MiG-31K-Flugzeuge, die in den Nahen Osten verlegt werden, wurden 2018 aufgerüstet, um die Hyperschall-Luft-Boden Rakete Ch-47M2 Kinschal tragen zu können.

Die MiG-31K Abfangjäger nehmen an einer gemeinsamen Übung der russischen Marine und der Luftstreitkräfte im östlichen Teil des Mittelmeers teil, wo sie zusammen mit anderen Kampfflugzeugen, Schiffen und U-Booten operieren werden.

Die Abfangjäger vom Typ MiG-31K werden auf dem russischen Militärflugplatz Hmeimim in Syrien stationiert. Die Übung umfasst die Überprüfung der Fähigkeiten der Flugzeuge bei hohen Temperaturen und das Studium ihrer Leistung bei langen Flügen über dem Wasser.

Mit dem Ausbau des Militärflugplatzes Hmeimim, der eine Installation neuer Beleuchtungselemente und die Überarbeitung der Funktechnik umfasste, können nun alle russischen Flugzeugtypen dort starten und landen. Die zweite Landebahn wurde mittlerweile auch verlängert. Im vergangenen Monat hatte Russland die Tu-22M3 Langstreckenbomber in Hmeimim stationiert.

Russland ist ein langjähriger Verbündeter Syriens und seit dem Jahr 2015 um eine Beilegung des syrischen Konflikts bemüht, nachdem Moskau von der Regierung in Damaskus unter der Führung von Präsident Baschar al-Assad aufgefordert worden war, den Kampf gegen den Terror im Land zu unterstützen.

Damaskus hat seither fast 90 Prozent seines Territoriums unter Mithilfe Russlands und Irans zurückerobert und versucht nun, separatistische Bewegungen in Nordsyrien zu bekämpfen, die durch US-Besatzer unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Islamismus unterstützt werden.

Illegale US-Militärpräsenz in Syrien

Ein hochrangiger US-Beamter sagte vor Kurzem, Washington sei verpflichtet, Truppen in Syrien zu halten, um den Terroristen des Islamischen Staates entgegenzuwirken und dabei seine Verbündeten, die sogenannten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), gegen die Regierung in Damaskus zu stützen. 

Die kurdische Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (SDF) hatte bereits im August 2020 ein illegales Abkommen mit den USA das syrische Öl betreffend geschlossen, und seither werden die syrischen Ölvorkommen durch die USA und die Milizen in Nordsyrien geplündert.

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