Asien

Japanische Unternehmen ziehen Mitarbeiter aus dem Iran ab und verbieten Reisen nach Nahost

Die drei größten japanischen Banken haben Berichten zufolge ihre Mitarbeiter angewiesen, den Iran dringend zu verlassen. Außerdem sollen japanische Unternehmen ihrem Personal von Reisen in den Nahen Osten abgeraten haben, berichten japanische Medien.
Japanische Unternehmen ziehen Mitarbeiter aus dem Iran ab und verbieten Reisen nach NahostQuelle: Reuters © Toru Hanai

Drei große japanische Banken haben ihre Mitarbeiter im Iran angewiesen, das Land aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Das berichtete die japanische Rundfunkgesellschaft NHK am Donnerstag.

Die Anordnung erfolgte inmitten wachsender Spannungen zwischen Washington und Teheran, nachdem ein iranischer Spitzengeneral bei einem US-Drohnenangriff im Irak getötet worden ist.

Laut NHK haben die drei größten Banken Japans – MUFG Bank, Sumitomo Mitsui Banking Corporation (SMBC) und Mizuho Bank – das in Teheran stationierte Personal angewiesen, die Islamische Republik bis zum 9. Januar zu verlassen. Die Banken haben auch alle Geschäftsreisen in den Iran abgesagt.

Ein Sprecher von SMBC soll laut der Japan Times erklärt haben, dass der Mitarbeiterumzug "eine vorübergehende Maßnahme" sei.

Einige andere japanische Firmen haben ebenfalls Warnungen und Anordnungen für ihre Mitarbeiter herausgegeben. Der Baumaschinenhersteller Komatsu hat Reisen in den Iran und den Irak vorerst verboten. Der Baumaschinenhersteller Hitachi Construction Machinery, der ein Büro in Dubai hat, verbot den Mitarbeitern generell die Reise in die beiden Länder. Auch von Reisen in den restlichen Nahen Osten wurde abgeraten.

Die Ölraffinerie Idemitsu Kosan riet ihren Mitarbeitern, von Geschäftsreisen in den Iran, nach Saudi-Arabien, Ägypten und Israel abzusehen. Das Unternehmen hat diese Länder in die zweite der drei Kategorien für risikoreiche Ziele aufgenommen.

Die Handelshäuser Mitsui und Mitsubishi rieten allen Mitarbeitern, nicht dringende Reisen in den Nahen Osten zu vermeiden. Mitsui ermutigte seine Mitarbeiter auch, sich von den US-Militäreinrichtungen und Botschaften in Afrika und Asien fernzuhalten.

Letzten Freitag wurde der hochrangige iranische Kommandant Qassem Soleimani bei einem US-Drohnenangriff in Bagdad getötet. Als Vergeltungsmaßnahme schoss der Iran Raketen auf zwei Stützpunkte im Irak, in denen sich US-Truppen aufhielten. Teheran verteidigte die Angriffe als einen legitimen Akt der Selbstverteidigung. US-Präsident Donald Trump sagte, Washington werde mit weiteren Sanktionen reagieren.

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