Asien

Alibabas Jack Ma zu Handelsstreit: Spannungen zwischen China und den USA könnten 20 Jahre andauern

Letztes Jahr bezeichnete der chinesische Tech-Tycoon Jack Ma den Handelsstreit Chinas und der USA als "die dümmste Sache auf dieser Welt". Nun äußerte er sich erneut zum Verhältnis beider Staaten und prophezeite, dass die Spannungen für die nächsten 20 Jahre anhalten.
Alibabas Jack Ma zu Handelsstreit: Spannungen zwischen China und den USA könnten 20 Jahre andauernQuelle: AFP © Philippe LOPEZ

Jack Ma, Gründer und langjähriger Geschäftsführer der erfolgreichen IT-Firmengruppe Alibaba, äußerte sich in einem Interview mit Bloomberg TV zum anhaltenden Handelsstreit zwischen China und den USA. Der Unternehmer rechnet zwar nicht damit, dass sich der Konflikt über Jahre in die Länge zieht, jedoch damit, dass er die Beziehungen zwischen beiden Staaten maßgeblichen beeinträchtigen wird. Ma betonte, dass die Zusammenarbeit Chinas und der USA von äußerster Wichtigkeit sei.

"Es ist so wichtig für China und die USA, zwei großartige Länder, zusammenzuarbeiten, gegenseitig die Wirtschaft zu unterstützen, den Wohlstand der Menschen aufrechtzuerhalten, Technologien zu teilen; und viele Jahre lang haben China und die USA zusammengearbeitet."

Der Konflikt zwischen den beiden Ländern zwang Ma, von seinem ambitionierten Vorhaben Abstand zu nehmen, eine Millionen Arbeitsstellen in den USA zu schaffen. Dieses Versprechen hatte Trump kurz nach seinem Wahlsieg bei einem persönlichen Treffen von Ma erhalten. Der chinesische Unternehmer sagte dazu allerdings im vergangenen Jahr, dass ein solches Unterfangen gute Beziehungen zwischen China und den USA voraussetze.

"Es gibt ein Problem, das ist normal. Wenn es keine Probleme gäbe, wäre das nicht normal. Wenn es also ein Problem gibt, dann müssen wir es lösen, statt mehr Probleme zu verursachen."

Trotz des anhaltenden Handelsstreits vermeldete der Online-Einzelhandelsriese Alibaba über 40 Prozent Umsatzwachstum im letzten Quartal. Trotz der stabilen Wirtschaftslage der Alibaba-Firmengruppe wünscht sich Ma als selbst erklärter Philanthrop ein baldiges Ende des Handelskonflikts und die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit den USA.

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