Asien

Spannungen auf koreanischer Halbinsel: Wladimir Putin mahnt zum Dialog zwischen Nord und Süd

Im April kam es erstmalig zu einem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten und dem nordkoreanischen Regierungsoberhaupt. Putin rief zum Dialog auf, und der südkoreanische Botschafter will die trilateralen Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea und Russland fördern.
Spannungen auf koreanischer Halbinsel: Wladimir Putin mahnt zum Dialog zwischen Nord und SüdQuelle: Reuters © North Korea's Central News Agency (KCNA). KCNA via REUTERS

Am 25. April traf das nordkoreanische Staatsoberhaupt Kim Jong-un im russischen Wladiwostok erstmalig mit dem Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin zusammen. Der südkoreanische Botschafter in Russland Lee Sok-bae sagte gegenüber Journalisten über das Treffen: 

Ich weiß, dass Russland die Botschaft (an Kim Jong-un) weitergegeben hat, dass Fortschritte in den innerkoreanischen Beziehungen sehr wichtig sind, ebenso wie der Dialog zwischen dem Norden und den USA."

Der Botschafter kündigte an, die bilateralen Beziehungen zwischen Seoul und Moskau fördern zu wollen, damit ein langfristiger Frieden auf der koreanischen Halbinsel gesichert sei. Der Fokus seiner Diplomatentätigkeit solle sich aber auf trilaterale Beziehungen konzentrieren und Projekte fördern, welche der Kooperationen zwischen Nord- und Südkorea und Russland dienen: 

Solche Kooperationen sind sehr wichtig, nicht nur in Bezug auf mehr Handel mit dem fernen russischen Osten, sondern auch im Hinblick auf die Vorbereitung auf jegliche Veränderung in der Region, wie die Aufhebung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea."

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in und US-Präsident Donald Trump werden im Laufe des Dienstags ein Telefongespräch über die kürzlichen Waffentests Nordkoreas führen und darüber, wie die Gespräche zur atomaren Abrüstung fortgesetzt werden könnten. Es ist strittig, ob die Tests eine Verletzung der Resolution des UN-Sicherheitsrats darstellen und als Provokation gewertet werden können.

Das südkoreanische Verteidigungsministerium kommt zu dem Ergebnis, dass die aktuellen Tests nur schwer als Erprobungen von Kurzstreckenraketen gesehen werden können. Zwischen zehn und zwanzig Fluggkörper landeten im Japanischen Meer. Nordkorea habe eine Reihe unterschiedlicher Waffen getestet, darunter eine taktische Lenkwaffe und Raketenwerfer. Auch der südkoreanische Geheimdienst teilt die Ansicht, es habe sich nicht um eine Provokation Pjöngjangs gehandelt. Nordkorea sei nicht versucht, die Gespräche zur atomaren Abrüstung mit den Vereinigten Staaten abzubrechen. Im Mai oder Juni wird Trump im Rahmen seiner Japanreise auch in Seoul erwartet. 

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