Asien

Analystin: Pakistan fördert Terrorismus gegen Indien - Spannungen nehmen zu

Da Pakistan Terrorgruppen gegen Indien unterstütze, sei eine Deeskalation der Spannungen zwischen Neu-Delhi und Islamabad derzeit nicht glaubwürdig, so eine Analystin des Institute for Defence Studies and Analyses in Neu Dheli. Der Konflikt werde sich verschärfen.
Analystin: Pakistan fördert Terrorismus gegen Indien - Spannungen nehmen zuQuelle: Reuters

Ein indischer Luftangriff auf Ziele auf der pakistanischen Seite des umstrittenen Kaschmirs hat das Gespenst des Krieges zwischen den beiden atomar bewaffneten Nationen erneut aufgerüttelt. Smruti S. Pattanaik, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute for Defence Studies and Analyses in Neu-Delhi, sagte in einem RT-Interview, dass es solche Angriffe schon zuvor gegeben habe und ein Krieg nicht unvermeidlich ist. Sie erklärte:

Ich glaube nicht, dass dieser Konflikt gefährlich für die Welt oder die beiden Länder ist. […] Dieser Luftangriff und der frühere gezielte Angriff beweisen, dass begrenzte militärische Maßnahmen gegen die Terroristen ergriffen werden können", ohne auf Atomwaffen zurückzugreifen, fügte sie hinzu.

Indische Jets bombardierten am Dienstag Orte im von Pakistan kontrollierten Teil von Kaschmir und verkündeten, dass es sich um Lager für terroristische Gruppen gehandelt habe, die für einen Terroranschlag in Pulwama am 14. Februar verantwortlich gewesen seien. Damals wurden mehr als 40 indische Sicherheitsoffiziere getötet. 

Dies ist nicht das erste Mal, dass indische Flugzeuge die umstrittene Grenze nach Kaschmir überschritten, so Pattanaik. Sie stellte fest, dass es Luftangriffe während des Kargil-Krieges 1999 gab. Sie betonte:

Souveränität kann kein Kriterium sein, wenn Pakistan schon immer den Terrorismus gegen Indien unterstützte.

Sie beschuldigte Pakistans Geheimdienst ISI, Gruppen, die die Anschläge von 2008 in Mumbai durchführten, zu beherbergen. Außerdem habe Pakistan jene Gruppe umbenannt, die den Terroranschlag in Pulwama durchführte, damit diese sich der Verantwortung entziehen konnte.

Eine Deeskalation sei derzeit nicht glaubwürdig. Bei jeder Art von Deeskalation müsse Pakistan sichtbare Maßnahmen gegen die Terrorgruppen ergreifen, so die Analystin.

Obwohl Peking die Kontahenten Islamabad und Neu-Delhi aufgefordert hat, Zurückhaltung zu üben, glaubt Pattanaik, dass China nicht in den Konflikt zwischen seinen südwestlichen Nachbarn eingreifen wird. China müsse aber seinen Einfluss auf Pakistan ausüben und deutlich machen, dass "Terrorismus als Instrument der Staatspolitik nicht toleriert werden kann", so die Analystin.

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