Asien

Pakistan: Frau wegen WhatsApp-Korrespondenz zum Tod durch Erhängen verurteilt

Ein Gericht in Pakistan hat eine junge Frau wegen angeblich blasphemischer WhatsApp-Nachrichten zum Tod durch Erhängen verurteilt. Die 26-jährige Aneeqa Ateeq bestreitet ihre Schuld und sagt, sie sei von einem Mann, den sie zurückgewiesen hatte, verladen worden.
Pakistan: Frau wegen WhatsApp-Korrespondenz zum Tod durch Erhängen verurteiltQuelle: Gettyimages.ru © Maskot

Die 26-jährige Aneeqa Ateeq ist von einem Gericht in Pakistan der Blasphemie für schuldig befunden und zu 20 Jahren Freiheitsstrafe und zur Todesstrafe durch Erhängen verurteilt worden. Die Frau soll im Nachrichtendienst WhatsApp und im Sozialnetzwerk Facebook Karikaturen von islamischen Propheten an andere Nutzer geteilt und in der privaten Korrespondenz beleidigende Kommentare über sie gemacht haben.       

Ateeq bestreitet ihre Schuld und sagt, sie sei eine gläubige und praktizierende Muslima. Während des Gerichtsverfahrens erklärte die Frau, ein Mann, dessen Avancen sie zurückgewiesen habe, habe sie provoziert und in eine religiöse Debatte verwickelt, um dann ihre Nachrichten gegen sie zu verwenden und sich an ihr für die Zurückweisung zu rächen.

Den Mann, der Ateeq bei den pakistanischen Behörden wegen der Korrespondenz anzeigte, hatte die Frau im Jahr 2019 kennengelernt. Das Paar begann, per WhatsApp zu chatten.

Pakistan ist ein islamischer Staat, dessen Blasphemiegesetze zu den härtesten der Welt gehören. Angeklagte werden deswegen regelmäßig zum Tode verurteilt. In der Praxis werden gewöhnlich jedoch keine Hinrichtungen durchgeführt, und die Angeklagten verbringen ihr Leben im Gefängnis. Im Sommer 2021 hatte die pakistanische Justiz international für Aufsehen gesorgt, als ein achtjähriger Junge wegen Blasphemie angeklagt worden war.

Vor Kurzem hatte Pakistan Facebook und Twitter um Hilfe gebeten, der Blasphemie verdächtigte Staatsbürger zu identifizieren, um deren strafrechtliche Verfolgung oder die Auslieferung zu erleichtern.

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