
China, Russland und Pakistan schicken Diplomaten nach Kabul für Beratungen mit den Taliban

Diplomatische Delegationen von Sondergesandten aus China, Russland und Pakistan berieten in den letzten zwei Tagen auf Einladung der Taliban mit der von den Taliban geführten Übergangsregierung in Kabul. Auf afghanischer Seite waren der amtierende Premierminister Mullah Muhammed Hassan Achund sowie der amtierende Außenminister Amir Khan Muttaqi beteiligt.
د ملي مصالحې عالي شورا رئیس محترم ډاکټر عبدالله عبدالله او د افغانستان پخواني جمهور رئیس حامد کرزي نن د افغانستان لپاره د روسیې له ځانګړي استازي ښاغلي ضمیر کابلوف، د چین له ځانګړي استازي ښاغلي یو شیایو یونک او د پاکستان له ځانکړي استازي ښاغلي صادق خان سره په گډه ولیدل .په دې… pic.twitter.com/ASUbdN0tJ7
— Hamid Karzai (@KarzaiH) September 21, 2021
Die Gespräche zwischen den Taliban und den Diplomaten Chinas, Pakistans und Russlands fanden auf der höchsten diplomatischen Ebene seit Gründung der Übergangsregierung statt. Inhaltlich ging es um Wirtschaftsfragen, Menschenrechte und den Beziehungen Kabuls zu den Nachbarländern.

Am Sonntag hatte ein Taliban-Sprecher, Mohammad Mobeen, im afghanischen Fernsehen Ariana Television Network (ATN) erklärt: "Wir geben niemandem das Recht, eine inklusive Regierung zu fordern", und fügte hinzu, dass die Forderung nach Inklusion gleichbedeutend sei mit der Aufforderung an die Taliban, Spione aus Nachbarländern in ihre Regierung aufzunehmen.
In ihren Treffen mit den diplomatischen Gesandten schienen sich die Taliban-Vertreter jedoch zuversichtlich zu geben und betonten, dass sie den Beziehungen zwischen Afghanistan und China, Russland sowie Pakistan große Bedeutung beimessen. Die drei Länder spielen eine konstruktive und verantwortungsvolle Rolle bei der Festigung von Frieden und Stabilität in Afghanistan, so die Taliban.
https://t.co/9vqEqpukTWpic.twitter.com/e9fn85kar6
— Ahmadullah Muttaqi (@Ahmadmuttaqi01) September 21, 2021
Chinas Vertreter riet, Afghanistan solle eine gemäßigte und umsichtige Innen- und Außenpolitik umsetzen, die Verbindungen zu verschiedenen Terrororganisationen vollständig abbrechen und mit den Nachbarländern gut auskommen, ließ der Sprecher des chinesischen Außenministeriums gestern verlauten.

Bei ihrem Besuch in Kabul führten die drei Delegationen auch Gespräche mit dem früheren Präsidenten Hamid Karzai und dem Vorsitzenden des Hohen Rates für nationale Versöhnung, Abdullah Abdullah.
Pakistans Botschafter kommentierte auf Twitter, das Treffen sei Teil der Bemühungen, "dauerhaften Frieden und Stabilität in Afghanistan" zu schaffen.
Special envoys of Pakistan, Russia and China during their visit to Kabul also called on former President Hamid Karzai and HCNR Chairman Dr. Abdullah Abdullah as part of engagement for lasting peace & stability in Afghanistan @ForeignOfficePk @PakinAfg pic.twitter.com/1GB72CKp48
— Mansoor Ahmad Khan (@ambmansoorkhan) September 21, 2021
Mehr zum Thema- "Showeinlagen": Heiko Maas gegen Redeerlaubnis für Taliban vor UN-Vollversammlung
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.