Asien

Afghanistan: Ex-Präsident Ghani und seine Familie erhalten Asyl in den VAE

Der abgesetzte afghanische Präsident Ghani und seine Familie werden aus "humanitären Gründen in den Vereinigten Arabischen Emiraten willkommen geheißen". Offenbar hatte er bei seiner Flucht aus Kabul jede Menge Bargeld dabei.
Afghanistan: Ex-Präsident Ghani und seine Familie erhalten Asyl in den VAEQuelle: www.globallookpress.com © Martin Müller via www.imago-imag

In einer kurzen Erklärung gab das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bekannt, dass das Land Aschraf Ghani und seine Familie "aus humanitären Gründen" aufgenommen hat, nachdem der gestürzte Präsident am Sonntag aus Afghanistan geflohen war, als die Taliban sich Kabul näherten.
"Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit der Vereinigten Arabischen Emirate kann bestätigen, dass die Vereinigten Arabischen Emirate Präsident Aschraf Ghani und seine Familie aus humanitären Gründen im Land aufgenommen haben", hieß es in der Erklärung, die am Dienstag auf der Website des Ministeriums veröffentlicht wurde.

Seit Ghanis abrupter Abreise am Wochenende kursieren Gerüchte über den Verbleib des Präsidenten. Nach Angaben der russischen Botschaft in Kabul versuchte der Staatschef, mit so viel Bargeld zu fliehen, dass es nicht in seinen Hubschrauber passte und ein Teil am Flughafen zurückgelassen werden musste.

Ghani verließ Afghanistan, als die Taliban sich der Hauptstadt näherten. Es ist nicht klar, auf welchem Weg er in die VAE gereist oder wann er dort angekommen ist.

Der afghanische Botschafter in Duschanbe, der Hauptstadt des benachbarten Tadschikistans, Muhammed Zahir Agbar, erklärte, der aus seinem Land geflohene Präsident habe 169 Millionen Dollar aus der Staatskasse geschmuggelt. Agbar will bei Interpol dessen Verhaftung beantragen.

Mehr zum Thema - Das Hollywood-Szenario der USA in Afghanistan: Droht Europa das nächste 2015?

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion