Asien

Naim Wardak: Die Taliban wollen aufbauen – wie könnte ich dagegen sein?

Der Übersetzer Dr. Naim Wardak sieht die Entwicklung für Afghanistan positiv. Die ausländischen Truppen hätten dem Land nichts gebracht. Die Taliban von heute seien nicht mehr die Taliban von vor 20 Jahren, sagt er im Gespräch mit RT DE.

Dr. Naim Wardak beschäftigt sich mit den Folgen für das Land und sieht die Entwicklung sehr positiv.

"60 Prozent der Bevölkerung wollen die Taliban, weil die Taliban nicht korrupt sind. 20 Jahre haben die Leute in Armut gelebt."

Die Taliban von heute seien nicht jene von vor 20 Jahren. "Die Taliban sagen, jetzt gibt es Sicherheit. Ingenieure und Ärzte kommen nach Afghanistan und bauen ihr Land auf. Das ist die heutige Losung der Taliban. Wie kann ich dagegen sein?" Seine Freunde in Kabul schliefen jetzt gut, ohne Angst vor Explosionen oder Banditen. Auf die Frage von RT DE, was er vom Abzug der westlichen Truppen halte, sagte er:

"Der Rückzug ist sehr gut. Die Truppen haben in Afghanistan nichts gebaut und nichts gemacht. Nur das Geld haben sie kassiert."

Wardak wünscht dem Land eine friedliche Zukunft. Afghanistan habe genug Bodenschätze, um sich zu entwickeln. Auch die Zukunft für die afghanischen Frauen sieht er nicht pessimistisch. Ein anderer Freund habe ihm erzählt, welche Anweisung die Taliban in seiner Stadt ausgegeben hätten.

"Mädchen müssen in die Schule gehen, Jungen müssen in die Schule gehen, und die Lehrerinnen, die Frauen, müssen heute zur Arbeit gehen. Ohne Angst zu haben, und ohne dass jemand stört. Das ist meine Information aus Afghanistan."

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