Asien

Türkei: 160 von 174 Waldbränden unter Kontrolle

Seit einer Woche ist die Türkei von schweren Waldbränden betroffen. Es sind die schlimmsten Feuer seit mehr als zehn Jahren. Doch nun vermelden Behörden einen Hoffnungsschimmer: Die große Mehrheit der Brände sei unter Kontrolle. Aber mehr als 20 wüten noch und bedrohen weiterhin die betroffenen Regionen.

Die Türkei gab bekannt, die Mehrzahl der verheerenden Waldbrände inzwischen unter Kontrolle gebracht zu haben. Das teilte die Förstereibehörde des Landes am Mittwoch mit, wie die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. So sollen von insgesamt 174 Waldbränden seit dem 28. Juli inzwischen 160 unter Kontrolle sein.

Die Waldbrände betrafen 39 von 81 Provinzen. 14 Waldbrände dauern in den südwestlichen Provinzen Antalya, Muğla, Aydın, Isparta und Denizli noch an.

Die Behörde habe auf die Waldbrände mit dem Einsatz von 16 Löschflugzeugen, neun Drohnen, 51 Helikoptern und 850 Löschfahrzeugen reagiert. Auch über 5.000 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen.

Bekir Pakdemirli, der türkische Landwirtschafts- und Förstereiminister, erklärte auf Twitter, dass die Anstrengungen bis zum Löschen des letzten Feuers andauern werden würden.

Am Dienstag erreichten die Waldbrände in Muğla bewohnte Gebiete, die daraufhin evakuiert werden mussten, wie die Agentur Xinhua berichtete. Auf Luftaufnahmen war zu erkennen, wie mehrere Gebäude von den Flammen erfasst wurden. Ein Anwohner schrieb im Internet:

"In Milas ist der Wind so stark, dass es nur 15 Minuten gedauert hat, um eine kleine Ortschaft von 30 Häusern vollständig zu verbrennen."

Die Anwohner seien von der Küstenwache evakuiert worden.

Der Bürgermeister von Milas, Muhammet Tokat, erklärte, dass ein Wärmekraftwerk von den Flammen bedroht sei.

Mevlüt Çavuşoğlu, Außenminister der Türkei, warnte am Dienstag während eines Besuchs in der Provinz Antalya, dass der Wind in der Region sehr stark sei, sodass die Situation über die nächsten Tage kritisch bleibe. 

Bisher sind bei den Bränden acht Menschen gestorben.

Doğanay Tolunay, ein Forstingenieur an der Istanbuler Universität, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass es sich bei den Waldbränden um die größten Feuer seit mehr als zehn Jahren handele. Die letzten Waldbrände dieser Größe hätten sich im Jahr 2008 ereignet.

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