Asien

Tesla-Batteriefarm in Australien brennt

In Geelong bei Melbourne kämpfen seit Freitagvormittag rund 150 Feuerwehrleute sowie Gefahrgut-Spezialisten gegen den Brand eines Megapack-Akkus von Tesla. Das Feuer brach kurz nach dem Start der Anlage aus. Anwohner wurden vor giftigem Rauch gewarnt.
Tesla-Batteriefarm in Australien brenntQuelle: www.globallookpress.com © Jürgen Pfeiffer/imagebroker.com

Ein enormes Feuer auf dem Gelände des größten australischen Tesla-Energiespeicher-Projekts in Geelong, etwa 50 km südwestlich von Melbourne, brach am Freitag kurz nach 10 Uhr (Ortszeit) während eines Tests aus. Eine 13 Tonnen schwere Lithiumbatterie im Tesla Megapack geriet vollständig in Brand, der sich dann auf eine benachbarte Batteriebank ausbreitete.

Mehr als 150 Einsatzkräfte von der lokalen Feuerwehr sowie der Victoria und Country Fire Authority rückten zusammen mit Gefahrgut-Spezialisten, wissenschaftlichen Beratern und Betreibern von Drohnen an, um den Brand zu bekämpfen. Mehr als 30 Löschfahrzeuge kamen zum Einsatz, um das Feuer nach Möglichkeit einzudämmen und ein Übergreifen auf weitere Batteriebänke der Anlage zu verhindern.

Verletzte wurden bisher nicht gemeldet, jedoch handelt es sich um einen Brand mit giftigen Rauchgasen. Die Behörden warnten vor dem Rauch, Anwohner wurden aufgefordert, in ihre Häuser zu gehen, Fenster, Lüftungsöffnungen und Kaminabzüge zu schließen und ihre Haustiere in Sicherheit zu bringen.

Zwischenzeitlich konnte das Feuer eingedämmt werden. Es wird nun weiter beobachtet, bis der Brandherd von selbst ausgebrannt sein wird. Mehr könnten die Einsatzkräfte derzeit nicht ausrichten, so der stellvertretende Leiter der Feuerwehr gegenüber ABC-News: "Wenn wir versuchen, sie zu kühlen, verlängert das nur den Prozess. Aber wir könnten zwischen 8 und 24 Stunden hier sein, während wir darauf warten, dass es abbrennt."

Die Batterieanlage vom Typ Tesla Megapack sollte die größte elektrische Energiespeicheranlage auf der südlichen Hemisphäre der Erde werden, und zwar als Teil eines konsequenten Vorstoßes der lokalen Regierung im australischen Bundesstaat Victoria zur Umstellung auf erneuerbare Energien. Das Batteriespeicher-Projekt mit einer Leistung von 300 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von 450 Megawattstunden (MWh) soll genug Energie speichern, um mehr als eine Million Haushalte mindestens eine halbe Stunde lang noch mit Strom zu versorgen, wenn die normale Energieversorgung ausfällt. (Zum Vergleich: Für Elektroautos sind Tesla-Modelle mit Batteriekapazitäten von 60, 75, 85, 90 und 100 Kilowattstunden (kWh) derzeit der Standard.)

Laut Paul McArdle von der Energiemarkt-Beratungsfirma Global Roam, den The Sydney Morning Herald zitiert, war das zweifellos für diese Riesenbatterie Tesla Megapack "kein guter Start". Die Anlage war erst knapp 24 Stunden zuvor in Betrieb gegangen.

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