Asien

S-400-Luftabwehrsystem: Lawrow bespricht mit indischem Amtskollegen Militärkooperation

Die Gespräche über Lieferungen des russischen Raketenabwehrsystems S-400 an Indien standen am Dienstag auch auf Tagesordnung. Die beiden Seiten weigerten sich jedoch, detailliert über die Lieferungen auf Pressekonferenz zu sprechen.
S-400-Luftabwehrsystem: Lawrow bespricht mit indischem Amtskollegen MilitärkooperationQuelle: Reuters

Der russische Außenminister Sergei Lawrow und sein indischer Amtskollege Subrahmanyam Jaishankar haben über die Koordination im Bereich der Rüstungsindustrie gesprochen, wie Lawrow auf einer Pressekonferenz nach ihrem Treffen am Dienstag sagte.

"Wir haben die Aussichten für eine Verteidigungszusammenarbeit erörtert, einschließlich der gemeinsamen Produktion fortschrittlicher Waffen in Indien."

"Wir sind zuversichtlich, dass die Bemühungen zur Stärkung der russisch-indischen Verteidigungszusammenarbeit im Einklang mit den nationalen Interessen beider Länder stehen", fügte er hinzu. Zugleich betonte Lawrow, dass Russland das Recht Indiens respektiere, seine Beziehungen multilateral zu gestalten.

Die Gespräche über Lieferungen des russischen Luftabwehrsystems S-400 standen auch am Dienstag auf Tagesordnung. Die beiden Seiten weigerten sich jedoch, detailliert über die Lieferungen vor den Journalisten zu sprechen, hieß es bei The Times of India. Jaishankar sagte, die S-400 würde auf einem Treffen der Verteidigungsminister im Laufe des Jahres diskutiert. "Wir haben über eine langjährige Partnerschaft in den Bereichen Atom, Raumfahrt und Verteidigung gesprochen", betonte der indische Außenminister.

Im Oktober 2018 hatte Indien mit Russland einen Vertrag über die Lieferung von fünf S-400 Luftabwehrsystemen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Die US-Regierung hatte Indien zuvor vor Sanktionen gewarnt, sollte es das Abkommen weiter vorantreiben.

Das Treffen zwischen den beiden Außenministern fand zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die USA den afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani und die Taliban zu einem Friedensabkommen drängen, um die verbleibenden 2.500 US-Soldaten aus dem vom Krieg heimgesuchten Land abzuziehen. Trotz der Spannungen mit den USA hat Russland den US-Vorschlag für eine Übergangsregierung der nationalen Einheit, in der die Führungspersönlichkeiten der Taliban und Afghanistans zusammenkommen, öffentlich unterstützt.

Die Taliban-Bewegung sei ein Teil der afghanischen Gesellschaft, und Entscheidungen über die Regelung in Afghanistan sollten die Beteiligung aller politischen, ethnischen und religiösen Gruppen in Afghanistan vorsehen, sonst werde sie keine dauerhafte Lösung sein, sagte Lawrow in Neu-Delhi. Zugleich bekräftigte er die Rolle Indiens bei dem Versöhnungsprozess in Afghanistan. 

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