Asien

Taiwan verstärkt Militärpräsenz im Südchinesischen Meer und warnt vor chinesischem Angriff

Das Südchinesische Meer ist der Schauplatz für mehrere Konfliktlinien zwischen Staaten mit einem Interesse in der Region. Dazu zählen sowohl Anrainerstaaten wie China, aber auch extraregionale Akteure wie die Vereinigten Staaten.
Taiwan verstärkt Militärpräsenz im Südchinesischen Meer und warnt vor chinesischem AngriffQuelle: Reuters © ANN WANG

Taiwan hat seine militärische Präsenz im zwischen verschiedenen Anrainerstaaten umstrittenen Südchinesischen Meer verstärkt. Der neu ernannte taiwanesische Verteidigungsminister Chiu Kuo-cheng gab bekannt, dass die USA den Export von U-Boot-Technologie an die taiwanesische Marine genehmigt hätten. Auf die Frage, ob China die Insel angreifen könnte, antwortete der hochrangige taiwanesische Politiker:

"Sie sind in der Lage, einen Krieg zu beginnen. Mein Ziel ist es, dass wir zu jeder Zeit bereit sind."

Er sprach vor dem Parlament des international nicht anerkannten Inselstaates, der sich offiziell Republik China nennt und von der Volksrepublik China als integraler Bestandteil des Landes betrachtet wird. Der Minister enthüllte, dass Taiwan seine Militärpräsenz auf einer der Hauptinseln des von Taipei kontrollierten Teils der Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer erhöht hat. Die Militärpräsenz sei aufgrund von Chinas angeblichem "Expansionismus" in der Region verstärkt worden, sagte er. Taiwan erwäge aber immer noch keine permanente Garnison auf der Insel.

Mehr zum Thema - Alles für die "Menschenrechte"? China fordert von westlichen Staaten Ende der Einmischung

Er gab zudem bekannt, dass die USA den Export von wichtigen U-Boot-Teilen und -Ausrüstung genehmigt hätten, um die sich die Inselnation bemüht hatte. Taiwan, das stark von US-Waffenexporten abhängig ist, kündigte im vergangenen Jahr Pläne zum Bau einer eigenen U-Boot-Flotte an.

Das Südchinesische Meer ist schon seit Jahren eine ständige Quelle von Spannungen in der Region, da es Gegenstand sich überschneidender territorialer und maritimer Ansprüche mehrerer Anrainerstaaten ist, darunter China, Vietnam, die Philippinen, Taiwan, Malaysia, Indonesien und Brunei.

Das rohstoffreiche Gebiet, das eine wichtige internationale Wasserstraße mit einem jährlichen Seeverkehr im Wert von mehreren Billionen Dollar ist, war auch das Ziel der von Washington durchgeführten sogenannten "Freiheit-der-Schifffahrts-Missionen".

US-Marineschiffe und Spionageflugzeuge haben wiederholt natürliche und künstliche Inseln, die von China beansprucht werden, überflogen, mit dem Argument, dass solche Aktivitäten zur "Sicherheit" in dem Gebiet beitragen würden. Peking hingegen hat solche Missionen mehrfach scharf kritisiert, da sie nur zur weiteren Instabilität in dem unruhigen Gewässer beitragen würden und zu mehreren Zwischenfällen zwischen den Militärs der beiden Nationen geführt hätten.

Taiwan hat in letzter Zeit aktiv mit den USA im militärischen Bereich zusammengearbeitet. Chiu versicherte den Parlamentariern, dass der jüngste Regierungswechsel in Washington diese Kooperation nicht beeinflusst habe.

Mehr zum Thema - Chinesische Experten: China bereit für langen Kampf mit Westen um Hongkong

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion