Asien

Russische Schiffe für internationale Marineübung AMAN 2021 in Pakistan eingetroffen

Seit 2007 finden die Marineübungen AMAN in Pakistan statt. Diesmal werden russische, chinesische und japanische Schiffe an gemeinsamen Manövern teilnehmen. Militärbeobachter kommen von allen Kontinenten, auch Deutsche sind darunter.
Russische Schiffe für internationale Marineübung AMAN 2021 in Pakistan eingetroffen© aman.paknavy.gov.pk

Am 11. Februar 2021 hat im Hafen der pakistanischen Stadt Karatschi die internationale Marineübung AMAN 2021 unter dem Slogan "Zusammen für den Frieden" begonnen. Schiffsgruppen mehrerer Nationen, darunter auch Russland, nehmen an den Manövern teil. Die russische Marine wird auf ihre Kollegen aus Pakistan, China, den Philippinen, Sri Lanka, Indonesien, Malaysia und Japan treffen.

Darüber hinaus entsandten auch die Seestreitkräfte aus den USA, Großbritannien und der Türkei ihre Schiffe nach Pakistan. So sind nicht nur Länder der Region, sondern auch einige einzelne Mitglieder des NATO-Bündnisses an AMAN 2021 beteiligt. Die teilnehmenden Staaten beteiligen sich als unabhängige Parteien an gemeinsamen Übungen, basierend auf ihren eigenen Plänen und Interessen. Außerdem sind diese Nationen nicht einmal verpflichtet, das Bündnis über solche Absichten zu informieren.

Die sechstägige Übung AMAN 2021 wird von der pakistanischen Marine organisiert. Die Standorte werden Marinetrainingsplätze innerhalb der pakistanischen Hoheitsgewässer im Arabischen Meer und in nahe gelegenen Gebieten in neutralen Gewässern sein. AMAN wird seit 2007 durchgeführt, aktuell findet die siebte Übung dieser Art statt.

Ziel ist es, die Interoperabilität zwischen den Seestreitkräften zu üben sowie die militärische Zusammenarbeit zur Verbesserung der maritimen Sicherheit zu entwickeln und zu verstärken. In erster Linie ist geplant, an der Bekämpfung der Piraterie in schiffbaren Gebieten zu arbeiten und Erfahrungen auf diesem Gebiet auszutauschen. Mehr als 45 ausländische Militärdelegationen werden die Übung beobachten, darunter auch eine deutsche.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wird die russische Marine durch Schiffe und Küstentruppen der Schwarzmeerflotte vertreten sein. Zum Verband für die Übung gehören eine Fregatte, ein Patrouillenschiff, ein Rettungsschlepper, ein seegestützter Hubschrauber sowie eine Marineeinheit und eine Minenräumstaffel. Am 11. Februar traf die Fregatte "Admiral Grigorowitsch" im Hafen von Karatschi ein. Die Besatzung wurde von den Offizieren der pakistanischen Marine begrüßt. 

Alle an der Marineübung teilnehmenden Länder nehmen auf Einladung der pakistanischen Seite unabhängig voneinander teil. So entsandten trotz ihrer Differenzen untereinander auch Pakistans wichtigste Verbündete USA und China ihre Schiffe nach Karatschi, um mit ihrem gemeinsamen Partner zusammenzuarbeiten. Pakistans Nachbar und gleichzeitig größter geopolitischer Gegner Indien wurde erwartungsgemäß nicht zu dieser Übung eingeladen. 

"Bei der Übung AMAN geht es darum, Lücken zu schließen und es möglich zu machen, bei der Verfolgung gemeinsamer Ziele zusammenzuarbeiten", sagte Konteradmiral Naveed Ashraf, Kommandeur der pakistanischen Flotte, am Montag.

"Pakistan ist der Ansicht, dass die maritime Sicherheit nicht nur für uns selbst wichtig ist, sondern auch für alle anderen Länder, deren Wohlstand und Fortschritt stark mit den Meeren verbunden sind", so Ashraf.

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