Asien

US-Vizeadmiral: USA und Iran haben einen Zustand der "unangenehmen Abschreckung" erreicht

Laut dem Kommandierenden der US-Flotte im Nahen Osten haben die Spannungen zwischen den USA und Iran einen Zustand der "unangenehmen Abschreckung" erreicht. Er schätzt die iranische Marine zwar als umsichtig ein, bereitet sich notfalls aber auf einen Angriff vor.
US-Vizeadmiral: USA und Iran haben einen Zustand der "unangenehmen Abschreckung" erreichtQuelle: AFP © AFP PHOTO / HO / Iranian Army website

Die Vereinigten Staaten und Iran haben einen Zustand der "unangenehmen Abschreckung" (engl. "uneasy deterrence") erreicht. Das sagte der ranghöchste Vertreter des US-Marine im Nahen Osten, Vizeadmiral Sam Paparo, am 6. Dezember auf dem Manama Dialogue, einer jährlichen Sicherheitskonferenz in Bahrain – veranstaltet vom International Institute for Strategic Studies (IISS). Die Spannungen zwischen den USA und Iran sind in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen.

Paparo, unter dessen Kommando die US-amerikanische 5. Flotte von Bahrain aus operiert, betonte seinen "gesunden Respekt" vor der iranischen Marine und der Revolutionsgarde. Dennoch äußerte er:

"Wir haben den Zustand einer unangenehmen Abschreckung erreicht. Diese unangenehme Abschreckung verschärft sich durch weltpolitische Ereignisse und deren Begleiterscheinungen. Allerdings erkenne ich die iranischen Aktionen zur See als zurückhaltend, umsichtig und respektvoll an – sie wollen keine unnötigen Fehler oder Eskalationen riskieren."

Paparo hat das Kommando über die 5. Flotte im August 2020 von seinem Vorgänger Vizeadmiral James Malloy übernommen. Nach Darstellungen der Associated Press News haben sich seitdem die Vorfälle im Persischen Golf verringert. Malloy hatte Iran als "leichtsinnig und provokativ" bezeichnet und ihm zahlreiche Vorfälle zur Last gelegt – so beispielsweise Minenangriffe auf Öltanker.

In seiner Rede verwarf Paparo die in der US-Marine noch verbreitete Idee, die iranische Marine würde – im Gegensatz zur Revolutionsgarde – noch immer treu zum 1979 gestürzten Schah und dessen Nachfolgern stehen: "41 Jahre nach der Revolution können wir diesen Gedanken aufgeben". Er sehe keinen großen Unterschied zwischen iranischer Marine und Revolutionsgarde.

Als Leitlinie für seine militärische Politik zitierte Paparo den früheren Verteidigungsminister James Mattis:

"Sei höflich, sei professionell, aber habe einen Plan, jeden im Raum zu töten. Das ist genau unsere Vorgehensweise zur See."

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