Asien

Chinas Botschaft auf den Philippinen: "USA schaffen Chaos in Asien"

Chinas Vertretung in Manila beschuldigte am Dienstag die Vereinigten Staaten, in Asien Chaos zu schaffen. Die Botschaft gab eine scharfe Erklärung ab, nachdem der Nationale Sicherheitsberater der USA Ländern in der Region Unterstützung zusicherte.
Chinas Botschaft auf den Philippinen: "USA schaffen Chaos in Asien"Quelle: Reuters © U.S. Navy/Christopher Bosch

Der Nationale Sicherheitsberater der Trump-Regierung Robert O'Brien erklärte am Montag in Manila gegenüber Vertretern der Philippinen und Vietnams:

Wir stehen hinter Ihnen.

Beide Staaten befinden sich im Streit mit China um Territorien im Südchinesischen Meer. Der US-Vertreter unterstrich auch das Engagement Washingtons gegenüber Taiwan. Die chinesische Botschaft auf den Philippinen erklärte, O'Briens Besuch in dieser Region diene "nicht der Förderung des regionalen Friedens und der Stabilität, sondern der Schaffung von Chaos in der Region, um egoistische Interessen der USA zu verfolgen".

Die chinesischen Diplomaten forderten Washington auf, "die Konfrontation im Südchinesischen Meer nicht weiter anzuheizen" und betonten später am Montag, die USA sollten zudem aufhören, unverantwortliche Bemerkungen zu den Taiwan- und Hongkong-Themen zu machen, "die rein innere Angelegenheiten Chinas sind".

Fakten hätten bewiesen, dass die USA "der größte Treiber der Militarisierung" seien, so die Botschaft. Die diplomatische Vertretung Chinas stellte fest, dass die USA "der gefährlichste externe Faktor" im Südchinesischen Meer sind.

Auch sie chinesische Botschaft in Hanoi forderte die USA auf, die Diskreditierung Chinas in Bezug auf das Südchinesische Meer und den Mekong zu beenden. Die diplomatische Mission hob am Montagabend hervor:

Die USA haben keinen Anteil im Streit um das Südchinesische Meer.

Man warf den USA vor, "sich unter dem Deckmantel der Sicherung der Stabilität und der 'Freiheit der Schifffahrt' offen in die Fragen des Südchinesischen Meeres einzumischen". Das Ziel Washingtons sei es, "den Ländern der Region niemals bei der Lösung von Streitigkeiten zu helfen, sondern seine Hegemonie in der Region aufrechtzuerhalten".

China hat im Südchinesischen Meer gegensätzliche Gebietsansprüche mit Brunei, Malaysia, den Philippinen, Vietnam und Taiwan. Gleichzeitig entsendet Washington wiederholt Kriegsschiffe in die strategische Wasserstraße, um angeblich von seinem Recht auf freie Schifffahrt Gebrauch zu machen.

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