Lateinamerika

Alberto Fernández bekräftigt Argentiniens Anspruch auf Falklandinseln und kündigt Rückholagenda an

Im Vorfeld des 40. Jahrestags des Falklandkrieges hat der argentinische Präsident Alberto Fernández die Ansprüche seines Landes auf die Inselgruppe im südlichen Atlantik bekräftigt. Der Politiker kündigte ein spezielles Programm an, um die "Islas Malvinas" zurückzuholen.
Alberto Fernández bekräftigt Argentiniens Anspruch auf Falklandinseln und kündigt Rückholagenda anQuelle: Reuters © PILAR OLIVARES

Argentiniens Präsident Alberto Fernández hat am 19. November die sogenannte Agenda "Malvinas 40 Años" (auf Deutsch "40 Jahre Malwinen") angekündigt, mit der seine Regierung Strategien zur Beanspruchung der argentinischen Souveränität über die Inselgruppe im südlichen Atlantik entwickeln und die Position Argentiniens im Territorialstreit mit Großbritannien darlegen will. In seiner Rede am Freitag erklärte der Politiker, die Malwinen seien argentinisch. Das ganze Volk wolle dieses Stück Land zurückgewinnen, das man den Argentiniern geraubt habe.

"Wir werden die Malwinen weder gegen Impfstoffe noch gegen Schulden tauschen. Wir werden kämpfen, bis sie wieder die Unseren sind."

Im Beisein mehrerer Veteranen des Falklandkrieges erklärte Fernández, es gebe keinen Zweifel, dass Argentinien ein Recht auf die Inseln habe. Sie zurückzuholen, sei eine moralische Pflicht gegenüber Hunderten von Landsleuten, die in dem Krieg gegen Großbritannien im Jahr 1982 gefallen seien.

Außerdem betonte der Präsident weitere strategische Aspekte der Inselgruppe. Es gehe nicht zuletzt um die Meeresressourcen. Die Regierung wolle den Streit auf diplomatischem Wege lösen, indem sie versuchen werde, die Weltgemeinschaft davon zu überzeugen, dass die Malwinen argentinisch sind. Bei der Veranstaltung wurde eine Landkarte gezeigt, die die geographische Nähe der Falklandinseln zum südamerikanischen Kontinent veranschaulichte.

Auch Außenminister Santiago Cafiero betonte die Wichtigkeit des Dialogs. Gleichzeitig kündigte er an, Argentinien werde sich über die "unrechtmäßige Militärpräsenz" auf den Inseln beschweren.

Die im Vorfeld des 40. Jahrestags des Falklandkrieges angekündigte Agenda sieht unter anderem die Wiederaufnahme des Dialogs mit dem Vereinigten Königreich vor. Darüber hinaus soll ein Friedensvertrag unterzeichnet werden, um den Streit endgültig beizulegen. Auch will man der im Krieg gefallenen Soldaten gedenken.

Die Falklandinseln, auch Malwinen genannt, befinden sich im südlichen Atlantik und gehören geographisch zu Südamerika. Die Inselgruppe ist ein britisches Überseegebiet, für dessen Verteidigung und Außenpolitik die Regierung in London zuständig ist. Die Besitzansprüche auf die Falklandinseln haben eine jahrhundertelange Geschichte. Großbritannien hält das Territorium seit dem Jahr 1833 unter seiner Kontrolle. Am 2. April 1982 hatte die damalige argentinische Militärdiktatur beschlossen, die Inseln mit Gewalt zurückzuerobern. Der Krieg dauerte bis zum 20. Juni desselben Jahres und kostete 649 Argentinier und 255 Briten das Leben. Die Inseln blieben aber im Besitz Großbritanniens.

Mehr zum Thema - Tokio will Territorialstreit um Südkurilen lösen – Moskau zeigt sich gesprächsbereit

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team