Lateinamerika

Mindestens 17 US-Bürger sollen in Haiti entführt worden sein

Laut US-Medien sollen in Haiti mindestens 17 US-Bürger entführt worden sein. Demnach handelt es sich um eine Gruppe von christlichen Missionaren und ihre Familienangehörigen. Ein Vertreter der US-Regierung betonte, dass die Sicherheit der US-Bürger im Ausland Vorrang habe.
Mindestens 17 US-Bürger sollen in Haiti entführt worden seinQuelle: Reuters © RICARDO ARDUENGO

Eine Reihe von US-Medien haben über die Entführung mehrerer US-Missionare und ihrer Familienangehörigen in Haiti berichtet. Bei den Gekidnappten handelt es sich demnach um 14 Männer und Frauen sowie drei Kinder. Sie sollen am 16. Oktober von Mitgliedern einer bewaffneten Bande verschleppt worden sein, als sie sich unweit der Hauptstadt Port-au-Prince auf dem Weg von einem Waisenhaus in Croix-des-Bouquets nach Titanyen befanden.

Die Zeitung Washington Post berichtete von einem per Audioaufnahme verbreiteten "Gebetsalarm" der Hilfsorganisation Christian Aid Ministries. Demnach befänden sich "Männer, Frauen und Kinder" in der Gewalt von Entführern. Es handele sich dabei um Mitglieder der Organisation und ihre Familienangehörigen. Einer der Entführten habe noch eine Nachricht in einer WhatsApp-Gruppe absetzen können. Wie das Blatt ferner schrieb, sei die Anzahl der Entführungen in Haiti, umgerechnet auf die Einwohnerzahl, die höchste der Welt. Sie habe sich in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum versechsfacht. Die Entführer würden demnach meist hohe Lösegelder verlangen und zögerten nicht, ihre Opfer zu ermorden.

Eine offizielle Bestätigung der US-Behörden lag zunächst nicht vor. Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete allerdings unter Berufung auf einen Vertreter der US-Regierung, das State Department habe von entsprechenden Berichten Kenntnis. Der Mitarbeiter betonte, das Wohl und die Sicherheit der US-Bürger im Ausland seien für die Regierung von Vorrang.

Haiti ist das ärmste Land des amerikanischen Kontinents. Der Karibikstaat wird seit Jahren von politischem Chaos und krimineller Gewalt geplagt. Anfang Juli 2021 war der Präsident des Landes, Jovenel Moïse, in seiner Residenz erschossen worden. Seine Frau wurde bei dem Attentat durch mehrere Kugeln verletzt, überlebte jedoch die Tat. Mitte August ereignete sich in dem Karibikstaat ein Erdbeben der Stärke 7,2. Dabei wurden mehr als 37.000 Häuser zerstört und circa 47.000 beschädigt. Fast 2.000 Menschen kamen ums Leben.

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(dpa/rt)

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