
Ohne Maske am Strand – Chilenischer Präsident muss nach Selbstanzeige 3.500 US-Dollar Strafe zahlen

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 3.500 US-Dollar verurteilt, weil er eine Hygienevorschrift über die Verwendung von Masken im öffentlichen Raum missachtete. Die Regelverletzung wurde bekannt, als er für ein Selfie mit Passanten am Strand posierte.
Piñera hat sich entschuldigt und sogar Anzeige gegen sich selbst erstattet, nachdem das Foto Anfang Dezember in den sozialen Netzwerken viral gegangen war.
In einer Pressemitteilung sagte die Exekutive: "Da es keine Beamten der Gesundheitsbehörden gab, die den Ort beaufsichtigten, hat Präsident Sebastián Piñera beschlossen, sich selbst zu denunzieren."
Der Präsident erklärte, dass er allein am Strand in der Nähe seines Hauses in der Küstenstadt Cachagua spazieren ging, als eine Frau ihn erkannte und um ein gemeinsames Foto bat. Das Selfie, das durch die sozialen Netzwerke ging, zeigt den Präsidenten und die Frau aus nächster Nähe, beide ohne Mundschutz.
The president of Chile, Sebastián Piñera, went to the beach. He took a photo. No mask.He was fined the equivalent of 3500 dollars.https://t.co/1S6TSKrSt3pic.twitter.com/NQTM0NfS1A
— Infectious Diseases (@InfectiousDz) December 19, 2020
Der 71-Jährige Sebastián Piñera ist seit März 2018 im Amt, dies ist seine zweite Amtszeit. Als Großunternehmer verfügt er über ein milliardenschweres Vermögen und gehört der konservativen PN-Partei (Nationale Erneuerung) an. Seine Präsidentschaft wurde im Jahr 2019 von Massendemonstrationen gegen soziale Ungleichheit erschüttert.

Piñera ist nicht das erste Mal wegen Fotos in die Schlagzeilen geraten. Im Oktober letzten Jahres wurde er beim Pizzaessen in der gleichen Nacht fotografiert, als die sozialen Proteste in der chilenischen Hauptstadt Santiago ausbrachen. Diese wurden erst in März wegen der Corona-Pandemie aufgelöst.
Derzeit gibt es in Chile strenge Regeln für die Verwendung einer Mundbedeckung an allen öffentlichen Orten sowie Maßnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Personen. Verstöße werden mit Strafen geahndet, die hohe Geld- und sogar Haftstrafen umfassen.
In Chile wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 581.000 positive Befunde und mehr als 16.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Pandemie erreichte im Mai und Juni ihren Höhepunkt, verlor jedoch später an Dynamik. Die Fälle nehmen jedoch wieder zu, was zu neuen Einschränkungen und Quarantänen führt.
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(rt / reuters)
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