Afrika

Nigeria: Bewaffnete entführen 140 Kinder aus Schule

Im Nordwesten Nigerias haben bewaffnete Banden erneut eine Schule angegriffen und 140 Kinder mitgenommen. Die Entführung aus der Bethel Baptist High School war bereits der vierte Angriff dieser Art im Bundesstaat Kaduna seit Dezember. Meist geht es um Lösegeld.
Nigeria: Bewaffnete entführen 140 Kinder aus SchuleQuelle: Reuters © Afolabi Sotunde

Der Angriff auf die Bethel Baptist High School in Kaduna ereignete sich in der Nacht zum Montag. Ein Lehrer der Schule sagte der Nachrichtenagentur AFP:

"Die Entführer haben 140 Schüler mitgenommen. Nur 25 Schüler konnten entkommen. Wir haben noch immer keine Ahnung, wohin die Schüler gebracht wurden."

Eine Suche nach den Vermissten ist im Gange. Der örtliche Polizeisprecher Muhammad Jalige erklärte, dass "die an der Operation beteiligten Beamten beauftragt sind, nichts unversucht zu lassen", um die Kinder zu retten.

Die Entführungen vom Montag sind Teil eines größeren Problems, das der Region in den vergangenen zehn Jahren zusetzt. Verzweifelte Familien werden für eine sichere Rückkehr ihrer Angehörigen zu Lösegeldzahlungen gezwungen. Von Juni 2011 bis März 2020 wurden laut Schätzungen von SB Morgen Intelligence, einem nigerianischen Forschungs- und Beratungsunternehmen, mindestens 18,34 Millionen US-Dollar Lösegeld an Entführer gezahlt.

Am Wochenende entführten bewaffnete Banden in derselben Region außerdem mindestens weitere acht Menschen aus einem Krankenhaus für Tuberkulosekranke, darunter zwei Krankenschwestern und ein einjähriges Baby.

Seit Dezember 2020 wurden in Nigeria fast 1.000 Kinder von Bewaffneten aus ihren Schulen verschleppt. Vier Überfälle gab es allein in Kaduna. Hunderte Kinder sind noch vermisst. 

Einen der größten Überfälle auf eine nigerianische Schule führte die Terrorgruppe Boko Haram im Jahr 2014 durch. Damals wurden fast 300 christliche Schüler, die meisten davon Mädchen, aus dem Verwaltungsbezirk Chibok entführt.

Mehr zum Thema - Bewaffnete befreien 1.844 Häftlinge aus nigerianischem Gefängnis

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team