Afrika

Angriff auf deutsche Soldaten in Mali – UN bestätigen 15 Verletzte

Angreifer haben im westafrikanischen Mali eine Patrouille deutscher Soldaten der UN-Truppe MINUSMA attackiert. Der Angriff erfolgte nach Informationen der dpa am Freitag etwa 155 Kilometer nördlich von Gao, wo Bundeswehrsoldaten im Camp Castor stationiert sind.
Angriff auf deutsche Soldaten in Mali – UN bestätigen 15 VerletzteQuelle: AFP © Souleymane AG ANARA

Nach lokalen Berichten wurde eine Autobombe gezündet. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam bestätigte, dass "deutsche Kräfte" betroffen seien.

Das Einsatzführungskommando bestätigte Berichte auf Anfrage zunächst nicht. Die UN-Mission MINUSMA in Mali hat einen Auftrag zur Stabilisierung des Landes. Der Großteil der Bundeswehrsoldaten ist im Camp Castor stationiert.

MINUSMA selbst vermeldete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, dass es 15 Verletzte gebe. Zudem ist die Rede von einem "Autobombenangriff".

Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass laut seriösen Quellen mehrere Soldaten aus der Bundeswehr aus dem Einsatzkontingent MINUSMA schwer verwundet worden seien, und beruft sich auf die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. "Für weitere Spekulationen ist es zu früh. Meine Gedanken sind nun ausschließlich bei den Soldaten, Angehörigen und Helfern."

Laut einem Bericht des Magazins Spiegel soll "fast ein Dutzend deutscher Soldaten" verletzt worden sein, drei davon schwer. Sie sollen über das Nachbarland Niger nach Deutschland ausgeflogen werden. Auch der Spiegel berichtet von einer Attacke mit einem "sprengstoffbeladenen Auto". 

Die Bundeswehr ist in Mali mit rund 900 Soldaten am UN-Stabilisierungseinsatz sowie an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt. Nach einem Putsch in dem westafrikanischen Land hatte sich jüngst Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen einen Abzug der Bundeswehr ausgesprochen. Bei einer gemeinsamen Video-Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron Ende Mai sagte Kanzlerin Merkel:

"Wir glauben, dass unsere Präsenz vor Ort weiterhin wichtig ist. Und dass sich an der Frage der Ausbildungsmission für Mali und auch der MINUSMA-Aufgaben nichts geändert hat."

Sowohl die Ausbildungsmission als auch MINUSMA seien weiter notwendig, ergänzte die CDU-Politikerin.

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(rt/dpa)

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