Ukrainische Soldaten erschießen zwei Frauen im Alter von 77 und 45 Jahren in Donezk - Begründung: Separatistische Gesinnung

Zwei ukrainische Soldaten haben sich schuldig bekannt, am 15. Juni zwei Frauen in Luganskoe, in der Region Donezk, mit Kopfschüssen aus Maschinengewehren ermordet zu haben. Wie die regionale Staatsanwaltschaft am Mittwoch bekannt gab, handelt es sich bei den Opfern um eine 77-jährige Frau und ihre 45-jährige Tochter. Die Soldaten hatten nach der Tat argumentiert, sie hätten die beiden Frauen wegen Verdachts "auf separatistische Handlungen" erschossen.
Ukrainische Soldaten erschießen zwei Frauen im Alter von 77 und 45 Jahren in Donezk - Begründung: Separatistische GesinnungQuelle: Reuters © Igor Tkachenko

Die Pressestelle der Staatsanwaltschaft in Donezk teilte bezüglich des Vorfalls mit:

 "Am 15. Juni haben zwei Soldaten das Haus der Opfer, denen sie eine separatistische Gesinnung unterstellten, gestürmt und beide Frauen mittels Kopfschuss hingerichtet."

Aktuell geht die Anklage von vorsätzlichem Mord aus. Sollte es zu einem Schuldspruch kommen, droht beiden Männern eine Gefängnisstrafe zwischen sieben Jahren und lebenslanger Haft.

Es wäre damit einer der wenigen dokumentierten Fälle, in denen die Kiewer Behörden strafrechtlich Menschenrechtsverletzungen ihrer eigenen Soldaten verfolgen. In den letzten 14 Monaten haben Menschenrechtsgruppen beiden Konflikparteien "den Einsatz von Folter und anderen Einschüchterungstaktiken" vorgeworfen.

Nach jüngsten Schätzungen der Vereinten Nationen, wurden seit April 2014 im Südosten der Ukraine bereits mehr als 6.500 Zivilisten getötet. Allein nach dem im Februar 2015 beschlossenen Waffenstillstand sollen mehr als 500 Zivilisten im Donbass getötet worden sein.

Wie die Agentur RIA Novosti unter Bezugnahme auf Aussagen der Donezker-Volkmilizen meldet, haben ukrainische Streitkräfte die Feuerpause seit Mitte Februar mehr als 9.000 Mal verletzt und rund 1.200 Mal zivile Wohngebiete bombardiert.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.