Wirtschaft

Washingtons Rohrkrepierer: Russische Ölexporte stiegen im Jahr 2019 dank US-Sanktionen

Die Rohölexporte aus Russland stiegen im vergangenen Jahr sprunghaft an. Lieferungen in die USA nahmen sogar um das Dreifache zu, nachdem Washington die Sanktionen gegen eine Reihe von Ländern verschärfte, so das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung.
Washingtons Rohrkrepierer: Russische Ölexporte stiegen im Jahr 2019 dank US-SanktionenQuelle: Sputnik © Alexandr Galperin

Das Volumen der russischen Ölexporte stieg laut Zolldaten für Januar bis November des Jahres 2019 um 3,9 Prozent. In einer Notiz, die dem Wirtschaftsmedium RBK vorliegt, erklärte das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, dass der Anstieg auf die Sanktionen Washingtons zurückzuführen ist, die sich gegen den Iran und Venezuela richten. Dies veranlasste die Türkei und überraschenderweise auch die USA dazu, mehr Öl aus Russland zu kaufen.

Die Exporte in die Türkei stiegen im Jahr 2019 innerhalb von 11 Monaten um mehr als das Vierfache, da die türkischen Raffinerien auf russische Lieferungen umgestellt wurden, nachdem die USA erneut umfassende Sanktionen gegen Teheran verhängt hatten. Die Exporte nach Ankara stiegen nach Angaben des Föderalen Zolldienstes von 1,69 Millionen Tonnen im Jahr 2018 auf 7,55 Millionen Tonnen.

Seitdem die USA Venezuela mit Sanktionen, einschließlich Beschränkungen für seinen lebenswichtigen Ölsektor, belegten, verkaufte Russland im gleichen Zeitraum dreimal mehr Öl an die USA. Russland gewann fast zwei Milliarden US-Dollar aus Rohölexporten in die USA, die im Jahr 2019 ungefähr 4,28 Millionen Tonnen erreichten. Zusätzlich verkaufte Russland auch Erdölprodukte im Wert von 3,8 Milliarden US-Dollar an die USA.

Einer der Hauptabnehmer von russischem Öl, China, steigerte seine Importe im vergangenen Jahr ebenfalls um fast vier Prozent auf 63,1 Millionen Tonnen.

Neben anderen lähmenden Beschränkungen gegen Caracas verhängte Washington Anfang letzten Jahres Sanktionen gegen die staatliche venezolanische Ölgesellschaft PDVSA. Auch der Iran steht seit dem Jahr 2018 unter den Sanktionen Washingtons, nachdem Washington einseitig auf den richtungweisenden Vertrag zur Beschränkung des Teheraner Atomprogramms verzichteten. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern nehmen seit Monaten zu und eskalieren weiter, nachdem Anfang des Monats der hochrangige iranische General Qassem Soleimani bei einem Drohnenangriff der USA getötet wurde.

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