Wirtschaft

Währungskrieg: Peking verpflichtet sich, keine Wechselkursmanipulationen mit dem Yuan vorzunehmen

Die Volksbank der Volksrepublik China hat sich verpflichtet, den Wechselkurs seiner Währung nicht abzuwerten. Aufgrund des sich anheizenden Handelskrieges zwischen Washington und Peking geriet der Yuan leicht ins Schwanken und führte zu Aktienverlusten.
Währungskrieg: Peking verpflichtet sich, keine Wechselkursmanipulationen mit dem Yuan vorzunehmenQuelle: Reuters

China hat sich verpflichtet, den Yuan-Wechselkurs nicht abzuwerten, nachdem Washington Peking offiziell als Währungsmanipulator bezeichnet hatte. Dabei wurde immer noch keine Einigung im Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt erreicht.

Die Chinesische Volksbank legte den Mittelwert des Yuan am Dienstag auf 7,0326 pro US-Dollar fest. Es war das vierte Mal in Folge, dass die chinesische Währung unter der bedeutsamen Schwelle von 7 Yuan für einen Dollar lag.

Der Yuan fiel Anfang letzter Woche und erreichte den niedrigsten Stand seit Dezember 2008. Washington warf China vor, den Yuan bewusst abzuwerten und bezeichnete seinen Rivalen im Handelskrieg als Währungsmanipulator – eine Anschuldigung, die Peking wiederholt bestritten hat.

In einem Artikel für die Financial News, einer von der chinesischen Zentralbank unterstützten Zeitung, wies der Vizechef der Volksbank und Leiter der chinesischen State Administration of Foreign Exchange, Pan Gongsheng, den Manipulationsvorwurf der USA erneut zurück und bezeichnete diesen als "politische Operation", die als "ein lächerlicher Fall in der globalen Finanzgeschichte" in Erinnerung bleiben wird.

Der Beamte sagte, dass der jüngste Rückgang eine "spontane Stressreaktion" auf Drohungen von mehr Zöllen sei, die zuvor von US-Präsident Donald Trump angekündigt worden waren. Am 1. August drohte dieser damit, einen zehnprozentigen Zoll auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden US-Dollar zu erheben, zusätzlich zu den 250 Milliarden US-Dollar an chinesischen Waren, die bereits zu 25 Prozent besteuert wurden. Pan betonte:

Der Yuan ist immer noch eine starke Währung.

Er fügte hinzu, dass er trotz Handelsschwierigkeiten am Ende keine ungeordnete Abwertung erwarte:

Wir werden keine wettbewerbsorientierte Abwertung vornehmen und den Wechselkurs nicht als Instrument zur Beilegung internationaler Handelsstreitigkeiten nutzen.

Die Abschwächung des Yuan in der vergangenen Woche führte zum größten Rückgang der US-Aktien in diesem Jahr. Die Investoren wurden erschreckt, als die aufflammenden Spannungen zwischen China und den USA, begleitet von einem sinkenden Yuan, "den Eindruck hinterließen, dass Währungen sowie das internationale Währungs- und Finanzsystem in den Krieg hineingezogen werden", so Sourabh Gupta, ein leitender Mitarbeiter am Institute for China-America Studies in Washington, gegenüber RT.

Der Analyst erklärte, dass Peking zwar vorübergehend von der Abschwächung des Yuan profitieren könnte, China aus längerfristiger Sicht aber seine Währung stabil halten und allmählich aufwerten möchte. Gupta erklärte:

China will schließlich seine Währung internationalisieren und verhärten. Die Internationalisierung kann mit einer abwertenden Währung nicht erreicht werden.

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