Wirtschaft

Wegen Nahost-Eskalation: Märkte in Asien stürzen ab, auch DAX tiefrot

Die Preise für Öl und Gas steigen weltweit deutlich – das hat auch Folgen für die Märkte. Vor allem die Börsen in Asien und Europa setzen am Montag ihren Abwärtstrend fort.
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Der rasant steigende Ölpreis infolge des Iran-Kriegs lässt die Börsenkurse fallen. Der Leitindex DAX sackte in den Anfangsminuten um mehr als 2,5 Prozent auf 22.927 Punkte ab. Kurzzeitig erreichte er sein niedrigstes Niveau seit Mai 2025, stieg am Nachmittag aber wieder über die Marke von 23.300 Zählern.

Ein schnelles Ende des Krieges und eine Normalisierung der Ölproduktion in der Region sind derzeit nicht absehbar. Der MDAX der mittelgroßen Werte fiel um 2,8 Prozent auf 28.664 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte ebenfalls fast drei Prozent ein.

Noch stärker erwischte es zuvor die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum: Der Leitindex Nikkei-225 verlor zum Handelsende 5,2 Prozent und fiel auf 52.728,72 Punkte – kurzzeitig war der Index mehr als sieben Prozent im Minus. Japans Wirtschaft ist besonders auf Importe von Energieträgern wie Öl und Gas angewiesen.

Auch in China ging es abwärts, wenngleich weniger stark als in Japan. Der Hang Seng der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor 1,4 Prozent und fiel auf 25.408,46 Punkte. Der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen gab um rund ein Prozent nach. Größer waren die Kurseinbußen in Australien: Der ASX fiel um fast drei Prozent.

Die globalen Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Flüssiggas aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus ist durch den Krieg faktisch zum Erliegen gekommen. Auch der Gaspreis ist deutlich gestiegen. In Deutschland und anderen Teilen der EU wirkt zusätzlich eine Rezession durch Deindustrialisierung und antirussische Sanktionen belastend. Dazu kommen Arbeitsplatzverluste infolge der KI-gestützten Automatisierung und der Abwanderung von Konzernen ins Ausland.

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