Wirtschaft

Rekordjagd geht weiter: Gold knackt 5000, Silber kratzt an 110‑US-Dollar-Marke

Der Goldpreis erreicht wieder ein historisches Rekordhoch: Erstmals kostet eine Feinunze mehr als 5000 US-Dollar. Geopolitik, Goldkäufe von Notenbanken und der Vertrauensverlust in Fiat-Währungen treiben die Nachfrage nach dem Edelmetall. Auch Silber erklimmt am Montag nie gekannte Höhen.
Rekordjagd geht weiter: Gold knackt 5000, Silber kratzt an 110‑US-Dollar-Marke© Urheberrechtlich geschützt

Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5000 Dollar durchbrochen. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kletterte an der Metallbörse in London am Montagmorgen um bis zu zwei Prozent auf 5093 US-Dollar (4296 Euro) und war damit so hoch wie noch nie. Zu den stärksten Kurstreibern zählen derzeit geopolitische Risiken, besonders der Streit um Grönland und die Lage im Nahen Osten. Dazu kaufen Notenbanken und zunehmend Privatleute das Edelmetall, als gäbe es kein Morgen. Die Marktteilnehmer setzen vor allem auf physisches Gold.

Das gleiche gilt für den kleinen Bruder Silber: Der Preis für eine Feinunze lag am Montag bei über 110 US-Dollar. Silber ist nicht nur Wertspeicher, sondern ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie, aber auch in Waffensystemen benötigt wird. Sowohl Gold als auch Silber profitieren darüber hinaus von vermeintlich weiter sinkenden Zinsen in den USA. Das wird vermutlich die Inflation weiter nach oben befördern. Zusammen mit der fatalen Schuldenpolitik des Westens – insbesondere der USA und der EU – beschleunigen all diese Entwicklungen die Flucht aus dem US-Dollar und dem Euro in stabilere Werte wie die beiden Edelmetalle – aber auch Platin.

Gold hat sich in den ersten Wochen des Jahres um knapp 18 Prozent verteuert, nachdem der Preis für das Edelmetall im Vorjahr bereits um 65 Prozent gestiegen war. Dies war das höchste Jahresplus seit 1979. Der Preis ist 2025 um mehr als 2000 Dollar gestiegen. Trotz des Höhenflugs halten einige Banken noch höhere Goldpreise für möglich. So erhöhte die US-Investmentbank Goldman Sachs jüngst ihre Prognose für Ende 2026 von 4900 auf 5400 Dollar je Feinunze. Zugleich warnen manche Experten, der Gold-Rekordlauf sei übertrieben.

Silber war zuletzt auch stärker gefragt als Gold. Der Preis für Silber war 2025 um fast 150 Prozent nach oben geklettert und damit deutlich stärker als der Goldpreis. "Mit dem Anstieg über die Marke von 100 US-Dollar je Feinunze hat Silber einen historischen Meilenstein erreicht und steht klar im Zentrum der aktuellen Edelmetallrally", kommentierte Alexander Zumpfe, Edelmetallhändler bei Heraeus, wie Börse Online am Montag berichtet. "Solange jedoch das Zusammenspiel aus makroökonomischer Unsicherheit, strukturellem Angebotsdefizit und hoher Preiselastizität anhält, bleibt der übergeordnete Trend konstruktiv." Zumpfe warnt jedoch auch: "Silber ist historisch für abrupte Korrekturen bekannt. Kurzfristige Gewinnmitnahmen sind jederzeit möglich."

Viele Edelmetallhändler haben seit Wochen kaum noch Münzen oder Barren im Bestand oder fordern deutlich höhere Preise, als der jeweils aktuelle Spotpreis gerade angibt. 

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