Wirtschaft

EU kann nach vier Jahren Sonderoperation nicht auf Russlands Uran verzichten – Import 2025 gestiegen

Uran aus Russland bleibt für die Europäische Union weiterhin ein wichtiges Importgut: Die EU hat es allen Vorhaben zum Trotz über vier Jahre der militärischen Sonderoperation Russlands gegen das Kiewer Putschisten-Regime nicht geschafft, darauf zu verzichten.
EU kann nach vier Jahren Sonderoperation nicht auf Russlands Uran verzichten – Import 2025 gestiegenQuelle: Sputnik © Alexander Krjaschew

Russlands Uran bleibt für die EU ein unverzichtbares Importgut, stellt RIA Nowosti fest. Obwohl in Europa spätestens sofort nach Beginn der militärischen Operation Russlands gegen das Kiewer Marionettenregime intensiv diskutiert wurde, hat das Wirtschaftsbündnis über die vier Jahre seitdem nicht geschafft, auf russisches Uran zu verzichten. Mehr noch, betont man bei der russischen Nachrichtenagentur: Eurostat-Daten zufolge haben EU-Staaten den kumulativen Wert ihrer Uranbeschaffung bei Russland über elf Monate des vergangenen Jahres gleich um nahezu ein Drittel hochgefahren – und zwar auf 180,9 Millionen Euro. Damit wurde Russland zum fünftgrößten Uranlieferanten auf dem europäischen Markt mit einem Anteil von 7,5 Prozent, also zwei Prozent mehr als im Vorjahr, und ließ Kanada in dieser Funktion hinter sich.

Größter Lieferant in diesem Zeitraum war Großbritannien (mit einem Gesamtwert der Lieferungen von 839,7 Millionen Euro).

Vor Verhängung der Sanktionen war Russland der größte Lieferant von angereichertem Uran in die EU: Von Januar bis November 2021 entfielen 36 Prozent aller Lieferungen auf den EU-Markt auf Russland.

Im Oktober 2025 hatte die Europäische Kommission Pläne für ein vollständiges Importverbot für russisches Uran in die EU angekündigt, doch auch diese Vorhaben lieferten bisher keine Ergebnisse.

Damit steht die EU im Gegensatz zu den USA, wo der damalige Staatschef Joe Biden im Mai 2024 ein Gesetz unterzeichnet hatte, das Lieferungen von Uran aus Russland in die USA verbietet – doch auch dies gilt lediglich formell: In bestimmten Ausnahmefällen sind Lieferungen bis zum Jahr 2028 möglich, wobei diese Ausnahmen bisher äußerst breitflächig wirken.

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