Wirtschaft

ifo Institut: Gemischte Bilanz – Wirtschaftsleistung geht in acht Bundesländern zurück

Derzeit werden die deutschen Wirtschaftsdaten der letzten beiden Quartale zusammengestellt und ausgewertet. Das Münchner ifo Institut konstatiert für die Hälfte der Bundesländer einen mehr oder weniger starken Rückgang. Dennoch gibt es auch bescheidenes Wachstum zu vermelden.
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Das Münchner ifo Institut meldet am Mittwoch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in acht Bundesländern während des dritten Quartals 2025, wie neue Berechnungen des Wirtschaftsinstituts im Vergleich mit dem Vorjahresquartal ergeben hätten.

Wie zu erwarten, verlief die Wirtschaftsentwicklung regional unterschiedlich, was sich in den Zahlen für die einzelnen Bundesländer niederschlägt.

Mit dem stärksten Rückgang hatten laut ifo-Zahlen das Saarland, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein zu kämpfen. Der Rückgang bewegte sich zwischen minus 0,6 Prozent im Saarland und minus 0,4 Prozent in den beiden anderen Ländern.

Robert Lehmann, der Konjunkturexperte des Münchner Instituts, erklärte zu der unterschiedlichen Entwicklung:

"Die Industrie befindet sich weiterhin in einer Krise und der Strukturwandel belastet manche Bundesländer stärker als andere." Teilweise ließe sich aber auch ein Ausgleich zwischen den Wirtschaftssektoren feststellen: "In einigen Bundesländern gleichen jedoch Zuwächse bei Dienstleistern die konjunkturelle Schwäche der Industrie aus."

Während in der einen Hälfte der Bundesländer die Zeichen eher auf Rückgang stehen, kann die andere Hälfte eine Ausweitung der Wirtschaftstätigkeit vermelden: Die ifo-Wirtschaftsexperten kamen auf Werte von plus 0,6 Prozent für Hamburg und plus 0,5 Prozent für Bayern – jeweils im Vergleich zum dritten Quartal 2024. Diese beiden Bundesländer liegen an der Spitze der deutschen Wirtschaftsentwicklung.

Die Gründe für die gute Entwicklung sehen die ifo-Wissenschaftler vor allem in der regionalen Wirtschaftsstruktur und dem Grad der wirtschaftlichen Verflechtung mit dem Ausland.

Was die internationalen Wirtschaftsbeziehungen angeht, so geht das ifo Institut für Bayern – trotz der leicht positiven Zahlen im dritten Kalendervierteljahr – und für Baden-Württemberg für das gesamte Jahr 2025 von einer Schrumpfung aus. Konjunkturforscher Lehmann dazu:

"Im Süden der Republik machen sich vor allem die von der US-Regierung verhängten Zölle bemerkbar. Diese belasten die ohnehin angeschlagene Industrie zusätzlich."

Anders als das verbreitete Bild über Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen erwarten lassen würde, geht das ifo Institut für diese drei Bundesländer und das Gesamtjahr 2025 von einem leichten Wachstum aus, auch wenn Berlin im dritten Quartal 2025 einen Dämpfer hinnehmen musste (minus 0,2 Prozent) – für das nordöstliche Bundesland rechnen die Münchner mit plus 0,1 Prozent Wachstum, für den Stadtstaat an der Weser mit plus 0,2 Prozent.

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