Wirtschaft

Staatsstreich in Venezuela lässt Goldpreis sprunghaft ansteigen

Gold und andere Edelmetalle steigen angesichts der Ereignisse in Venezuela im Wert, berichten die Medien. Und das deutet darauf hin, dass Investoren Schutz vor ernsten geopolitischen Risiken suchen.
Staatsstreich in Venezuela lässt Goldpreis sprunghaft ansteigenQuelle: Sputnik © RIA Nowosti / Ilja Najmuschin

Gold und andere Edelmetalle verteuerten sich am Montag im Zuge der Geschehnisse in Venezuela, die den Bedarf an sogenannten "sicheren Häfen" bei den Anlegern erhöht haben. Das berichtet die Agentur Interfax unter Berufung auf verschiedene internationale Medien und Experten. So stieg der Spotpreis für Gold im Laufe der jüngsten Handelsaktivitäten um 2,1 Prozent auf 4422 Dollar pro Unze. Gold mit Lieferung im Februar an der Rohstoffbörse Comex verteuerte sich um 2,4 Prozent auf 4433,3 Dollar pro Unze, so die Agentur. Wie auch die britische BBC berichtet, sind die Preise für Gold und Silber auf ein Rekordhoch gestiegen, da Investoren Schutz vor der Instabilität der Weltwirtschaft suchen. Tim Waterer, Analyst bei KCM Trade, kommentiert den beispiellosen Anstieg der Goldpreise nach der Festnahme von Nicolás Maduro durch die USA und den Versuchen, die Kontrolle über Venezuela zu erlangen, wie folgt:

"Die Ereignisse in Venezuela haben die Nachfrage nach sicheren Anlagen angekurbelt, da Investoren sich vor geopolitischen Risiken schützen wollen. Gold und Silber gehörten dabei zu den größten Gewinnern."

Auch Silber zeigt eine starke Dynamik: Am Spotmarkt stieg sein Preis am Montag um 3,8 Prozent auf 75,33 Dollar pro Unze. Im vergangenen Jahr hat sich der Wert von Silber um das 2,5-Fache erhöht und erreichte am 29. Dezember einen Rekordwert von 83,62 Dollar pro Unze.

Platin und Palladium sind ebenfalls deutlich teurer geworden: Der Spotpreis für Platin stieg um 3,7 Prozent auf 2220,3 Dollar pro Unze, der für Palladium um zwei Prozent auf 1671,7 Dollar pro Unze.

In einem Bericht des World Gold Council (WGC) heißt es, dass die weltweiten Goldpreise im Jahr 2025 einen der stärksten Anstiege der letzten Jahrzehnte erlebt haben: Bis zum 28. November 2025 legte das Edelmetall um 60,6 Prozent zu und erreichte in weniger als einem Jahr mehr als 50 historische Rekordhöhen.

Die Analysten des WGC erklären diesen Anstieg damit, dass gleich mehrere Faktoren zusammengekommen seien: geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit, ein schwächerer US-Dollar und ein positiver Preistrend. So haben Investoren und Zentralbanken den Goldanteil in ihren Portfolios erhöht – als Mittel zur Diversifizierung und als "sicherer Hafen" in turbulenten Zeiten. Dabei gehen Experten bei der Diskussion über die möglichen Goldpreise im neuen Jahr von einem weiteren Anstieg aus – und davon, dass Gold seinen Status als einer der wichtigsten Schutzwerte behalten wird.

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