Wirtschaft

Russische IT-Firma schätzt Geschäftsverluste durch Facebook-Ausfall auf hunderte Millionen US-Dollar

Rund sechs Stunden ohne Facebook, WhatsApp und Instagram haben am Montag nicht nur einfachen Nutzern zugesetzt. Der lange Totalausfall traf auch mehrere Unternehmen. Ein russischer IT-Experte schätzte im Gespräch mit RT die Verluste auf hunderte Millionen US-Dollar.
Russische IT-Firma schätzt Geschäftsverluste durch Facebook-Ausfall auf hunderte Millionen US-DollarQuelle: www.globallookpress.com © Pavlo Gonchar / Keystone Press Agency

Technische Probleme bei Facebook und seinen Tochterfirmen WhatsApp und Instagram haben am 4. Oktober zu einem rund sechsstündigen Ausfall geführt. Betroffen waren Millionen von Nutzern weltweit. Wladimir Kalugin, Leiter der Abteilung für Sonderprojekte im Ressort Digital Risk Protection bei der russischen IT-Firma Group-IB, rechnete im Gespräch mit dem Fernsehsender RT die Verluste hoch, die Unternehmen weltweit durch den Totalausfall der sozialen Netzwerke erlitten hatten.

"Laut unseren oberflächlichen Hochrechnungen könnten sich die allgemeinen Geschäftsverluste durch den sechsstündigen Ausfall auf 582,4 Millionen US-Dollar belaufen."

Der Experte wies darauf hin, dass zahlreiche kleinere Unternehmen im Internet ausschließlich auf den betroffenen Plattformen präsent und daher von ihnen sehr abhängig seien. Bei Facebook, WhatsApp und Instagram handele es sich nicht nur um soziale Netzwerke oder Instant-Messaging-Dienste, sondern auch um größte Werbeplätze. Kalugin machte auch auf die Verluste des sozialen Netzwerkes aufmerksam. Obwohl die Facebook-Aktien um 4,9 Prozent gestürzt seien, werde der IT-Konzern diese Einbußen demnächst ausgleichen, da er nach wie vor der größte Akteur der Branche sei und ein Drittel dieses Marktes beherrsche.

Die Facebook-Dienste waren ab ungefähr 18:00 Uhr MESZ nicht mehr nutzbar. Der IT-Konzern erklärte die Panne mit einer fehlerhaften Konfigurationsanwendung. Dadurch sei der Datenverkehr zwischen den Rechenzentren zusammengebrochen. Allein wegen des Austauschs über den Ausfall schlug die Stunde für Twitter und der Facebook-Konkurrent war sich dessen bewusst. Twitter war am Montag voller Scherze darüber, wie das Verschwinden von Facebook alles auf einen Schlag besser gemacht habe, bis hin zum Weltfrieden. Der NSA-Enthüller Edward Snowden ergriff die Gelegenheit, um die Chat-App Signal als Alternative zu empfehlen, die mehr Datenschutz biete.

Der Ausfall veränderte vorübergehend das Verhalten von Handynutzern auch in Deutschland. Da der übliche Chat-Kanal wegen der Facebook-Probleme nicht funktionierte, wurden ungewöhnlich viele SMS geschrieben: Deren Zahl verdreifachte sich bei O2 am Montagabend beinahe im Vergleich zu den Vorabenden.

Mehr zum Thema - Zuckerberg verliert durch Ausfall bei Facebook mehr als sechs Milliarden US-Dollar

(rt de/dpa)

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team