Wirtschaft

Irischer Finanzminister Paschal Donohoe wird neuer Chef der Eurogruppe

Der irische Finanzminister Paschal Donohoe wird neuer Chef der Eurogruppe. Der 45-Jährige übernimmt somit einen der mächtigsten Posten in Brüssel. Das entschieden die 19 Staaten der Gemeinschaftswährung am Donnerstag, teilte der scheidende Gruppenchef Mário Centeno mit.
Irischer Finanzminister Paschal Donohoe wird neuer Chef der EurogruppeQuelle: Reuters © Clodagh Kilcoyne

Donohoe setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch: die Spanierin Nadia Calviño und den Luxemburger Pierre Gramegna. Mário Centeno gibt das Amt nach zweieinhalb Jahren ab. Er gratulierte dem neuen Vorsitzenden auf Twitter: 

Die Eurogruppe ist ein informelles Gremium der Wirtschafts- und Finanzminister aus den 19 Staaten des Euro-Währungsgebiets. Sie beraten einmal im Monat und koordinieren sich in Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik. 

Der 45-jährige Donohoe gehört in Irland der Partei Fine Gael an und ist seit Juni 2017 Finanzminister des Landes. Er hatte die Unterstützung der christdemokratischen Parteienfamilie Europäische Volkspartei. Der verheiratete Vater zweier Kinder hat einen Abschluss in Politik und Wirtschaft.

Der Wechsel kommt inmitten der tiefsten Rezession in der Geschichte der Europäischen Union wie auch der im Jahr 2002 als Zahlungsmittel eingeführten Gemeinschaftswährung. Wegen der Corona-Krise wird die Wirtschaftsleistung der Eurozone dieses Jahr voraussichtlich um 8,7 Prozent schrumpfen und sich auch im nächsten Jahr nur teilweise erholen.

Mehr zum ThemaWeiterhin keine Einigung in Sicht: Der Streit um EU-Hilfe in der Corona-Krise dauert an

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion