Viral

Toilettenspülung zu laut: Gericht in Italien spricht Nachbarn Entschädigung zu

Ein kurioser Rechtsstreit endete für vier Brüder aus Italien nach fast 20 Jahren mit einem Griff ins Klo. Das höchste Gericht des Landes entschied nun, dass deren zu laute Klospülung die Menschenrechte ihrer Nachbarn verletzt habe. Daher sprach es den Geschädigten Schadensersatz zu.
Toilettenspülung zu laut: Gericht in Italien spricht Nachbarn Entschädigung zuQuelle: www.globallookpress.com © FrankHoermann/SVEN SIMON

Der Streit begann im Jahr 2003, als vier Brüder in ihrer Wohnung eine neue Toilette nahe der italienischen Küstenstadt La Spezia installierten, berichtet die Zeitung Independent. Ein in der Nachbarwohnung lebendes Paar beschwerte sich daraufhin, dass die Spülung in der Nacht so laut zu hören gewesen sei, dass sie der Lärm ständig aus dem Schlaf gerissen habe.

Die ursprüngliche Klage auf Behebung des Lärmproblems und Schadensersatz wurde von einem Richter abgewiesen. Das Berufungsgericht von Genua hob diese Abweisung jedoch auf und stellte nach einer Untersuchung fest, dass das Geräusch der Toilettenspülung "um mehr als drei Dezibel über dem erlaubten Grenzwert" lag.

Das Gericht wies die vier Brüder daher an, die Spülung umzubauen und ihre Nachbarn mit rund 500 Euro für jedes Jahr zu entschädigen, in dem diese von der lärmenden Vorrichtung geplagt worden waren. Daraufhin zogen die Männer vor den italienischen Kassationsgerichtshof, das höchste Gericht des Landes. Dieser gab dem Ehepaar jedoch ebenfalls recht, die Geräusche der Klosettspülung wirkten sich negativ auf das Leben in der benachbarten Wohnung aus. Das Gericht stellte insbesondere fest, dass die Spülung gegen das in der Verfassung verankerte Recht auf "Achtung des Privat- und Familienlebens" verstoßen habe, das dem Paar gemäß Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention zusteht.

Das Urteil des Kassationsgerichtshofs markiert das Ende eines fast zwei Jahrzehnte andauernden Rechtsstreits. Damit bleibt das Urteil des Berufungsgerichts in Genua rechtskräftig.

Mehr zum ThemaDrei Frauen laufen zu Hause in Stöckelschuhen herum – 500 Euro Strafe wegen Ruhestörung

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team