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Ausgezaubert: Neuseeland entlässt den letzten staatlichen Magier

Nach einer 23-jährigen Anstellung wurde Ian Brackenbury Channell, der letzte staatlich beauftragte Magier der Welt, vom Stadtrat Christchurch entlassen. Der 88-Jährige zeigte sich mit der Entscheidung unzufrieden und nannte die Beamten "langweilige, alte Bürokraten".
Ausgezaubert: Neuseeland entlässt den letzten staatlichen MagierQuelle: AFP © Martin Hunter

Ian Brackenbury Channell wird in Neuseeland als Kultfigur gefeiert. Er erreichte als der letzte staatlich beauftragte Magier der Welt auch weit über die Grenzen des Landes hinaus Bekanntheit. Nun geht eine Ära zu Ende: Der Zauberer wurde vom Stadtrat Christchurch nach 23 Jahren im Job von der Gehaltsliste der Stadt gestrichen.

Der in Großbritannien geborene Brackenbury Channell hatte kurz nach seiner Ankunft in Neuseeland im Jahr 1976 mit der Zauberei und der Unterhaltung der Menschen begonnen. Als der Stadtrat versuchte, ihn von seiner Zauberkunst aufzuhalten, stieß dies auf heftigen Protest vonseiten der Bürger. Im Jahr 1990 bat der damalige Premierminister Mike Moore den Magier, der offizielle Zauberer von Neuseeland zu werden.

Die Stadt Christchurch beauftragte Brackenbury Channell, "Zauberkünste" durchzuführen. Der Zauberer tanzte während der Dürreperioden und trat vor dem Publikum in Christchurch auf. Für seine Zaubertricks erhielt er 16.000 US-Dollar pro Jahr (etwa 13.800 Euro).

Der Stadtrat soll sich bei dem Zauberer für die Jahre seiner Arbeit bedankt haben. Der Sprecherin des Rates zufolge sei dies eine schwierige Entscheidung gewesen. Der Zauberer werde für immer ein Teil der Geschichte von Christchurch bleiben. Die Stadt schlage jedoch jetzt eine neue, moderne Tourismus- und Werberichtung ein.

Brackenbury Channell zeigte sich mit der Kündigung unzufrieden und hatte eine eigene Erklärung für die Entscheidung parat:

"Sie mögen mich nur nicht, weil sie langweilige, alte Bürokraten sind. Mich mag jeder – sie mag niemand."

Im Guardian heißt es, der Zauberer habe wegen seiner umstrittenen Kommentare gegenüber Frauen negative Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So soll er unter anderem gesagt haben, man dürfe Frauen nicht schlagen, weil sie es dann Nachbarn und Freunden weitererzählen würden.

Brackenbury Channell erwiderte darauf, er sei nun mal ein Provokateur und es gebe in Christchurch keinen anderen von seiner Sorte.

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