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In gute Hände: Vater bietet unartiges Kind auf Anzeigenwebsite zum Verschenken an

Die Kinderbeauftragte von Sankt Petersburg wurde auf eine merkwürdige Anzeige im Internet aufmerksam, in der ein Mann seinen Sohn kostenlos anbot. Ob es sich dabei um eine bizarre Erziehungsmethode oder einen bösen Witz handelte, müssen nun Ermittler herausfinden.
In gute Hände: Vater bietet unartiges Kind auf Anzeigenwebsite zum Verschenken anQuelle: Sputnik © Artjom Schitenew

Der Vater des Kindes gab die Werbung auf dem Kleinanzeigenportal Avito in der Kategorie "Sonstige Tiere" unter dem Titel "Haustier" auf, meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Sie begann mit den Worten:

Ein kleiner Schädling sucht neue Eltern.

Ferner war dem Beschreibungstext zu entnehmen, dass das zu verschenkende Kind gerne "lügt, frech redet, klaut und Erwachsene nicht respektiert". Hingegen halte es nicht viel vom "Lernen, Lesen und Hilfe im Haushalt". Zu den Hobbys des Jungen gehörten außerdem "Handyspiele, PlayStation und YouTube". Zu veräußern sei er kostenlos "an jene, die ihn glücklich machen können". Die Anzeige wurde auch mit einem Foto des Kindes versehen.

Die Kinderbeauftragte Anna Mitjanina zeigte sich empört über das Verhalten des Vaters und äußerte die Überzeugung, dass solche Handlungen gegenüber Minderjährigen "unzulässig" seien. Sie zeigte zwar Verständnis für den enormen Stress, den Eltern und ihre Kinder in Zeiten der Corona-Krise erleben, betonte jedoch, dass man seine negativen Gefühle nicht an den Kindern auslassen dürfe.

Daraufhin informierte Mitjanina die Verwaltung der Website und die Polizei über den Vorfall. Nun soll sich das russische Ermittlungskomitee mit dem Fall befassen. Die Anzeige wurde inzwischen vom Portal entfernt.

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